9 Dez
Am 8. Dezember 2007 war Deutschlands Bevölkerung dazu aufgerufen die Lichter für einen Zeitraum von 5 Minuten ab 20 Uhr auszuschalten. Unter dem Namen der Aktion „Licht aus!“ unterstützte Google und Pro Sieben die Naturschutz-Kooperation „Rettet unsere Erde“ zusammen mit BILD, BUND, Greenpeace und dem WWF. Anfänglich befürchteten Fachleute einen Zusammenbruch des Stromnetzes bei einer massenhaften, zeitgleichen Aus- und Einschaltung des Stromes. Den Aussagen Volker Holtferichs, Sprecher des Bundesverbandes der Energie und Wasserwirtschaft, zufolge traten zum Zeitpunkt der Aktion „Licht aus!“ keine Komplikationen oder Probleme auf.
Die Initiatoren der Aktion schätzen die Reduzierung des Energieverbrauchs auf ca. 1000 Megawatt, demnach war eine Energieersparnis von 80 Megawattstunden zu verbuchen. Laut dem Verband der Elektrizitätswirtschaft verbrauchten Einpersonenhaushalte im Jahr 2006 jeweils durchschnittlich 2000 Kilowattstunden – davon fallen rund 10 Prozent des Energieverbrauchs allein auf die Beleuchtung zurück. Der deutschlandweite Stromverbrauch lag 2006 bei 540 Millionen Megawattstunden. Der Zentralverband für Elektrotechnik- und Elektronikindustrie erklärte, dass durch den Einsatz von Energiesparlampen und durch elektronische Vorschaltgeräte für Leuchtstofflampen pro Jahr fast zehn Millionen Megawattstunden eingespart werden könnten.
Unter dem Motto „Licht an – aber richtig“ verbirgt sich eine Gruppe von Kritikern der Aktion „Licht aus!“, welche besonders für den Einsatz von Energiesparlampen wirbt. Obwohl Deutschlands Bereitschaft ein Zeichen zum Thema Naturschutz zu setzten von der Gruppe anerkannt wird, müsse es das Ziel sein Treibhausgase langfristig zu vermindern – nur so könne unser Klima gerettet werden.
Hierzu bieten die Kritiker verschiedene Möglichkeiten selbst aktiv zu werden. Energiesparlampen sollen dabei die Atmosphäre jährlich um 335 Kilogramm CO² entlasten. Der positive Nebeneffekt ist eine Senkung der eigenen Stromkosten, wodurch im Jahr zwischen 50 und 100 Euro gespart werden können. Weiterhin wird nahegelegt auf Ökostrom umzusteigen, um großen Energiekonzernen wie E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall die Klimaschädlichkeit, welche beispielsweise durch Kohlekraftwerke gefördert wird, darzulegen. Auch hier verspricht die Aktion „Licht an – aber richtig!“ finanzielle Ersparnisse für den Verbraucher. Um ein Mitspracherecht für alle Interessierten zu gewährleisten, ermöglicht es der Verband eine E-Mail mit vorbereitetem Text an Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel zu schicken, um sie zu intensiveren Vorgehensweisen für den Klimaschutz zu ermutigen. Auch eine Dankes-E-Mail, gerichtet an den Chefredakteur der Bild Kai Diekmann für die Aktion „Licht aus!“, ist bereits vorgefertigt und kann beliebig geändert oder ergänzt werden.
Foto: Martina Marten
Quellenhinweis: Heise.de
3 Kommentare for "Aktion „Licht aus!“ erfolgreich"
Erfolg? Zahlen wurden bisher nicht genannt. In unserer Stadt habe ich keine Veränderung zu sonst erkennen können. Also war es wirklich Erfolg?
ZDF berichtete etwas von rund 20 Millionen - ich werte das als Erfolg.
MEIN VORSCHLAG
Die Aktion „Licht aus“ ist keine Panikmache, sondern eine symbolische Aktion sagt Klaus Töpfer. Er befürwortet darüber hinaus realistisches Handeln, das auch immer prüft, ob das was ich mache, auch notwendig ist.
Hier wird nun ein Vorschlag gemacht, der nicht nur symbolischen Wert hat, sondern Energieverbrauch dort einspart, wo „Licht ein“ wirklich nicht notwendig ist, also Energieverschwendung bedeutet.
Es geht um einen sehr unauffälligen Zustand, den jeder beobachten kann, der in dieser Jahreszeit um ca. 7:00 Uhr morgens schon wach ist oder um ca.16:00 Uhr abends noch nicht schläft. Das sind die ca. 45 Minuten Dämmerung am Morgen und die 45 Minuten Dämmerung am Abend.
In dieser Zeit brennt die Straßenbeleuchtung
obwohl sie dem Tageslicht schon unterlegen ist, die Gemeinden lassen durch die Strassenbeleuchtung „Löcher in den Tag brennen“.
Also, nicht einmalig und symbolisch für fünf Minuten Licht aus sondern jeden Tag und jede Straßenlampe für 90 Minuten Licht aus. Das bedeutet etwa 10% weniger Energieverschwendung bei der Straßenbeleuchtung.
Bürger sagt eurem Bürgermeister mit den Worten von A. Okupenko: „ LEUCHTE NICHT INS LICHT, DENN DAS MAG ES NICHT.“ Der Bürger, der diese Verschwenung zu bezahlen hat, mag es auch nicht, also Licht aus.
Günther Leitner, Bliesdalheimerweg 1, 66453 Gersheim
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