5 Dez
In den letzten Tagen war zunehmend ein Sinken der Benzinpreise zu spüren, sodass die Tankstellen von den Kraftfahrern regelrecht „überrannt“ wurden. Unfassbar erscheint dabei, dass laut Aral-Sprecher Ulrich Winkler an ca. 60 Prozent der Tankstellen der Vorrat an Benzin ausverkauft war. „Alle Gesellschaften belauern sich“, sagte Shell-Sprecherin Cornelia Wolger und der Preiskampf würde besonders in Hamburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und dem Frankfurter Raum für Super- und Normalbenzin stark unter Druck stehen. Ursprung dieses Preiskampfes ist die Erhöhung des Kostenabstands der Ölkonzerne in der vorigen Woche zwischen Super- und Normalbenzin.
„Nicht auskömmlich“, so bezeichnete Aral-Sprecher Winkler die aktuellen Preise in den „Kampf-Regionen“. Dort leidet die Industrie unter dem hohen Preisunterschied. Die Dieselpreise sind bislang von den aufkommenden Problemen nicht betroffen. Laut Shell lagen die durchschnittlichen Preise bundesweit für Super bei 1,36 Euro und für Diesel bezahlte bezahlten die Kraftfahrer einen Durchschnittspreis von 1,30 Euro.
Obwohl ein Preiskampf entbrannt ist, kann dennoch von einem vergleichweise hohen Spritpreis gesprochen werden, denn noch 1991 zur Wiedervereinigung zahlten die Verbraucher beim Benzin rund 75 % weniger und auch die Kosten für den Diesel haben sich mittlerweile verdoppelt. Dies berechnete jedenfalls das Institut für deutsche Wirtschaft – auch IW genannt. Bedingt durch die sich annähernde Inflation fallen die Preisanstiege niedriger aus – beim Superbenzin beträgt die Kostenerhöhung dagegen 30 Prozent und beim Dieselpreis 50 Prozent. Auch der umweltfreundlichere, niedriger ausfallende Verbrauch der Fahrzeuge im Gegensatz zu den 90er Jahren dürfte als kostensparender Faktor nicht außen vor gelassen werden. Im Jahr 2006 kostete eine Fahrt von 100 Kilometern laut Institut mit einem Benziner 10,70 Euro, demnach 14 Prozent mehr als 1991. Hingegen zahlten die Dieselkraftfahrer für eine Strecke von 100 Kilometern 7,72 Euro, folglich ein Drittel mehr als 15 Jahre zuvor.
Foto: melle-regi
Quellenhinweis: ARD.de
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