28 Dez
Seit Jahren sinken die CD-Verkaufszahlen erheblich, bedingt durch Musik-Downloads bei illegalen Tauschbörsen, wodurch jährlich Verluste im Millionenbereich für die Musikindustrie entstehen. Nun sind es die die Stars selbst, die der gewinnsüchtigen Musikindustrie mit eigenen Aktionen entgegensteuern.
Thom Yorke, Radiohead-Sänger, veröffentlichte das neuste Album seiner Band „In Rainbows“ als Gratis-Download im Internet. Die Fans und Journalisten feiern Yorke als den „Retter der Popmusik“ und begeistern sich für den Kampf gegen die Plattenindustrie und ihre Machenschaften. Bisher beanspruchten die Plattenlabels das Eigentumsrecht der produzierten Songs – die Musiker bekommen lediglich eine Umsatzbeteiligung an den verkauften Alben und Singles. Nachdem der Vertrag mit dem Major-Label „EMI“ ausgelaufen war, nutzte die englische Band die Gunst der Stunde und stellte ihr neues Album ins Internet. Unter dem Motto „Bezahlt, was ihr wollt!“ war es möglich bei Gefallen für das Album einen frei gewählten Betrag zu überweisen.
Inzwischen ist die Aktion beendet und etwas weniger als die Hälfte der heruntergeladenen Alben wurden von den Radiohead-Fans bezahlt. Im Durchschnitt zahlten die Interessierten 3 Euro, welche vollständig dem Künstler zukommen. Unterdessen scheint sich diese Möglichkeit der Veröffentlichung herumzusprechen, denn auch die britische Band „Artic Monkeys“ brauchte hierfür keine Plattenfirma. Nachdem sich das eingestellte Debüt-Album zum kostenlosen Download schnell herumsprach, bekam die Band von der Musikindustrie einen Plattenvertrag und ihr Album wurde als „Zweitpressung“ per CD auf den Markt berühmt.
Vor 25 Jahren erfuhr die CD noch einen kommerziellen Durchbruch, heute scheint sie nicht mehr als alleiniges Medium für den Musikverkauf verwendbar zu sein. Sollte die Musikindustrie nicht reagieren, so könnten schon bald düstere Zeiten bei der zukünftigen Vermarktung anbrechen, da der CD-Verkauf bislang die Haupteinnahmequelle darstellt.
Foto: Nunmanichsoschnell/Pixelio.de
Quellenhinweis: BR-online
Ein Kommentar for "„Bezahl, was du willst!“"
Da klemmt aber noch was ganz anderes, die CD ist klanglich heute der beschiss*** Tonträger aller Zeiten. Wer’s nicht glaubt der lege einfach mal eine Pressung aus den 80ern zum Vergleich in den Player. Was heute von der CD hupt, kreischt und dauerlaut dröhnt liegt klanglich unter dem Niveau der Musikkassette, Vinyl sowieso. Die Kaufargumente wie Qualität, Klang, Highend und sogar Hifi sind nicht mehr gültig. Mit Loudnesswar werden die CD Erlöse UND die der Onlineverkäufe weiterhin bröckeln. Musik = Lärm aber wer will schon ständig Lärm haben?
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