29 Mrz
Am 23. März ließen es sich 1500 Zuschauer nicht nehmen Mark Medlock in der Bürgerparkhalle in Stendal einmal live zu erleben. Im Gegensatz zu den meisten seiner Fans an diesem Abend hat er noch nicht viel von der Rolandstadt sehen können, gab er zu: „Nee, Reisen, Singen, Sauna – mehr ist bei einer Tournee nicht drin.“ Dennoch gab er sich wie gewohnt selbstbewusst und sicher als der Reporter ihn frage, ob er aufgeregt sei: „Kein bisschen. Ich möchte raus und singen, will die Menschen glücklich machen.“
„Glücklich machen“ konnte der 29-jährige vor allem die jungen Fans in den ersten Reihen. „Er ist sooo süß“, meinte ein Mädchen, fangetreu mit Fan-T-Shirt und einer digitalen Kamera mit der sie wild Fotos knipste. „Mit den Bildern werde ich mein Mark-Album beschmücken“, sagte sie stolz. Währenddessen kündigte Mark Medlock seinen Hit „Unbelievable“ an und die Fans bejubelten ihn mit einer besonderen Euphorie. Der 29-jährige Hesse bot den Altmärkern eine professionelle Show und konnte seine Liebhaber mit Hits wie „Now or Never“, „You can get it“ und gecoverten Klassikern begeistern. Nur in den hinteren Reihen schien die Euphorie der ersten Reihen nicht anzukommen. Doch Medlock bewahrte einen kühlen Kopf und ließ sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen.
Sobald Mark Medlock seine Dreamcatcher-Tour beendet hat, will er an seinem dritten Album arbeiten. Schon im Juni wird das neue Album aufgenommen, im September soll es dann planmäßig erscheinen, verrät er. „Sie wird ein bisschen verschmuster und verträumter als ‚You can get it’“. Auch alle Dieter Bohlen - Fans können aufatmen: Er wird wieder mit von der Partie sein und mitsingen.
28 Dez
Seit Jahren sinken die CD-Verkaufszahlen erheblich, bedingt durch Musik-Downloads bei illegalen Tauschbörsen, wodurch jährlich Verluste im Millionenbereich für die Musikindustrie entstehen. Nun sind es die die Stars selbst, die der gewinnsüchtigen Musikindustrie mit eigenen Aktionen entgegensteuern.
Thom Yorke, Radiohead-Sänger, veröffentlichte das neuste Album seiner Band „In Rainbows“ als Gratis-Download im Internet. Die Fans und Journalisten feiern Yorke als den „Retter der Popmusik“ und begeistern sich für den Kampf gegen die Plattenindustrie und ihre Machenschaften. Bisher beanspruchten die Plattenlabels das Eigentumsrecht der produzierten Songs – die Musiker bekommen lediglich eine Umsatzbeteiligung an den verkauften Alben und Singles. Nachdem der Vertrag mit dem Major-Label „EMI“ ausgelaufen war, nutzte die englische Band die Gunst der Stunde und stellte ihr neues Album ins Internet. Unter dem Motto „Bezahlt, was ihr wollt!“ war es möglich bei Gefallen für das Album einen frei gewählten Betrag zu überweisen.
Inzwischen ist die Aktion beendet und etwas weniger als die Hälfte der heruntergeladenen Alben wurden von den Radiohead-Fans bezahlt. Im Durchschnitt zahlten die Interessierten 3 Euro, welche vollständig dem Künstler zukommen. Unterdessen scheint sich diese Möglichkeit der Veröffentlichung herumzusprechen, denn auch die britische Band „Artic Monkeys“ brauchte hierfür keine Plattenfirma. Nachdem sich das eingestellte Debüt-Album zum kostenlosen Download schnell herumsprach, bekam die Band von der Musikindustrie einen Plattenvertrag und ihr Album wurde als „Zweitpressung“ per CD auf den Markt berühmt.
Vor 25 Jahren erfuhr die CD noch einen kommerziellen Durchbruch, heute scheint sie nicht mehr als alleiniges Medium für den Musikverkauf verwendbar zu sein. Sollte die Musikindustrie nicht reagieren, so könnten schon bald düstere Zeiten bei der zukünftigen Vermarktung anbrechen, da der CD-Verkauf bislang die Haupteinnahmequelle darstellt.
Foto: Nunmanichsoschnell/Pixelio.de
Quellenhinweis: BR-online
23 Dez
Der von Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) geplanten Vergabe eines „Deutschen Computerspielpreises“ für „kulturell wertvolle Computerspiele“ in verschiedenen Kategorien stimmte der Deutsche Kulturrat zu. Spiele mit künstlerischem Anspruch, die gleichzeitig als kulturell und pädagogisch wertvoll gelten, solle somit ein „Roter Teppich“ ausgelegt werden, so der Spitzenverband der Bundeskulturverbände.
Gelten Computerspiele erst als künstlerischer Bereich, wäre es möglich Auszeichnungen zu vergeben und den Spielen hinreichende Förderprogramme aufzulegen. Geschäftsführer Olaf Zimmermann verspricht sich von dem Vorhaben mehr kulturelle Vielfalt in der Computerspielszene. Nach aktuellen Informationen sollen bei der jährlichen Preisvergabe insgesamt bis zu 300.000 Euro vergeben werden.
Die „Computerspiele zum Kulturgut zu erheben“, konnte der Deutsche Musikrat anfänglich nicht gutheißen, denn es sei nur „eine neue Erscheinungsform kultureller Selbstäußerung per ordre de mufti zum Kulturgut zu erklären“, meinte Christian Höppner, Generalsekretär des Musikrates. Die Aufmerksamkeit neben den 6 Prozent Computerspielen mit gewaltverherrlichenden Inhalten zukünftig auf pädagogisch wertvolle Videospiele zu lenken, sei positiv zu werten, jedoch zu früh, glaubt Höppner. Er hält es nicht für angemessen diese Spiele durch Steuermittel zu finanzieren, während „noch immer vielen Kindern und Jugendlichen der Zugang zu einer qualitätsgesicherten und kontinuierlichen musikalischen Bildung verwehrt wird.“
Foto: Jörn Peper
Quellenhinweis: Heise.de
14 Nov
Die zwölfjährige Jennifer Haben – genannt Jenny – ist vor allem im Saarland, rund um ihre Heimatstadt St. Wendel sehr bekannt. Ihre große Leidenschaft ist die Musik, die sie als Frontsängerin mit ihrer eigenen Band „Speed“ oder mit Instrumenten wie Saxophon, Gitarre, Geige oder Keyboard genießt. Ihre zwei größten Träume sind es eine eigene CD aufzunehmen und ihr Abitur erfolgreich zu absolvieren. Inzwischen ist Jenny nicht nur innerhalb des Saarlands und Umgebung bekannt, sondern auch schon in ganz Deutschland.
In einem Alter von zehn Jahren engagierte sie sich an dem RTL Spendenmarathon 2005. „Deutschland sucht den Superstar“ – Gewinner der ersten Staffel Alexander Klaws überraschte die Zwölfjährige in einem St. Wendeler Café und teilte ihr mit, dass er mit ihr zusammen ein Lied aufnehmen möchte. Neben Ayman, Banaroo, den Lollipops, DJ Ötzi, Jess, US5 und Lukas Hilbert war also auch Jenny zusammen mit Alexander Klaws mit ihrem Song „Ich will was tun für dich“ auf der offiziellen CD zum Spendenmarathon 2005 mit von der Partie. Punkt12 berichtete, dass die gesamten Einnahmen der CD “Für alle Kinder dieser Welt” anlässlich des Spendenmarathon 2005 von RTL der Aktion zukommen.
Schon im folgenden Jahr bewarb sich Jenny mit einem sehr eindrucksvollen Bewerbungsvideo bei einem Casting für die Sendung „TV Total“ auf ProSieben. Bei diesem Auswahlverfahren wurde eine Band aus jungen Bewerbern zusammengestellt, die die Show eine Woche musikalisch begleiten sollte und somit die Band „Heavytones“ ersetzte. Das Bewerbungsvideo beinhaltete nicht nur einen Vorgeschmack auf ihr Spielen mit dem Saxophon, sondern zusätzlich eine gesangliche Darbietung von „I Will Always Love You“ von Whitney Houston. Das verschaffte ihr die Möglichkeit ihre instrumentalen Talente in der Sendung gegen die 12 Jahre alte Fabia und den 11-jährigen Lukas unter Beweis zu stellen. Sie spielte “Wake me up before you go-go” und “Pink Panther”. Die Entscheidung lag bei den Zuschauern, die sie in die Band der “Heavytones-Kids“ wählten. Nach der Demonstration ihrer gesanglichen Qualitäten im Bewerbungsvideo bekam Jenny die Chance zu singen. Mit dem Titel „My Heart Will Go On“ von Céline Dion konnte sie das Publikum mitreißen und begeistern. Die Heavytones-Kids bekamen unter anderem die Gelegenheit den Gewinner der zweiten Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ Tobias Regner kennenzulernen und mit ihm gemeinsam seinen Nummer-Eins-Hit “I Still Burn” zu proben und in der Show zu präsentieren.
Anfang 2007 erweiterte sich Jenny’s Präsens über das Internet auf Clipfish.de. Dort kann man sich optisch und akustisch ein Bild von Titeln wie “And I Am Telling You” von Jennifer Holiday oder „You Light Up My Life“ von Leanne Rimes – präsentiert von Jenny selbst – entwerfen. Ein neues Medium – das Internet – erobert zu haben, sollte ihr noch im selben Jahr zu Gute kommen.
Als sie sich Mitte des Jahres bei dem KiKa-Casting zur „Besten Stimme 2007“ bewarb, sang sie sich gegen mehrere hundert Bewerber bis ins Finale. Dort präsentierte sie unter anderem „My Happy Ending“ von Avril Lavigne und ihren Lieblingssong “I Will Always Love You” von Whitney Housten. Mit diesen Titeln musste sie sich gegen die vierzehnjährige Helena und die Zwölf Jahre alte Anna durchsetzen. Erneut hatte das Publikum die Qual der Wahl. Jedoch war Jenny für 73,5 Prozent von insgesamt rund 44.300 Anrufern – darunter einige Clipfish-Nutzer – die klare Favoritin und durfte sich ab sofort „Beste Stimme 2007“ nennen. Anlässlich des gewonnenen Wettbewerbes reiste Jenny zusammen mit der „KiKa-Sommertour 2007“ durch Deutschland. Dort präsentierte sie im Duett mit Bach Tran den Titelsong der neuen Aktion von KiKa – „Ein Platz für Helden“.
Man darf also schon heute vermuten, dass man von der zwölfjährigen Jenny in Zukunft noch mehr hören und lesen wird. Alle weiteren Informationen, sowie vergangene und zukünftige Auftritte sind unter www.jennii.de erhältlich.