19 Mrz
Während die japanischen Automobil-Hersteller in den letzten Jahren in Sachen Zuverlässigkeit als Vorbild für die Konkurrenz galt, belegen nun die deutschen Autos die ersten vier Plätze der ADAC-Pannenstatistik. „Die deutschen Unternehmen haben mit Qualitätsoffensiven auf die zum Teil herbe Kritik an der Zuverlässigkeit ihrer Produkte geantwortet“, meint der Automobilclub.
Nach aktuellen Informationen wird der ADAC-Preis „Gelber Engel“ für die beste Qualität am 17. Januar an den BMW Geländewagen X3 verliehen. Auch die drei folgenden Plätze belegen Autos aus Deutschland: der Audi A2, der BWM 1er und der BWM Mini. Die Platzierungen ergeben sich aus einer Studie über die Kundenzufriedenheit und der diesjährigen Pannenstatistik des ADAC. ADAC-Experten glauben, dass der rasante Qualitätsanstieg eine Begleiterscheinung von Effizienzsteigerungen in den deutschen Fabriken sei.
Im Gegensatz zu den Erfolgen der deutschen Autos ist der japanische Automobilhersteller Toyota in der Rangliste um mehrere Plätze abgefallen. Der mehrfache Spitzenreiter des ADAC-Rankings kam in diesem Jahr nicht einmal mehr unter die ersten zehn Plätze der „Gelben Engel“. Dagegen erreichten die japanischen Hersteller mit dem Mazda 3 den fünften Platz und mit dem Mitsubishi Space Star den zehnten Platz. In den vorigen Jahren schafften es immer mindestens fünf japanische Automodelle unter die ersten zehn, 2005 waren es sogar neun.
Foto: dblack/Pixelio.de
3 Jan
Jeder, der schon einmal bei Rot über die Kreuzung gefahren ist oder mit dem Handy am Steuer telefoniert hat, der wird sie kennen – die Verkehrssünderkartei in Flensburg. Bei derartig schwerwiegenden Missachtungen erhält der Verkehrssünder Punkte in Flensburg. Hat der Fahrer 14 Punkte erreicht, wird eine Teilnahme an einem Aufbauseminar angeordnet, bei 18 Punkten ist mit dem Entzug der Fahrerlaubnis zu rechnen.
Bereits 8,4 Millionen von den insgesamt rund 50 Millionen Autofahrern in Deutschland erhielten einen Eintrag im „Verkehrszentralregister des Kraftfahrt-Bundesamtes“. Schon am 2. Januar 1958 nahmen die Beamten erste Verkehrssünder in die Kartei auf. Sinn und Zweck des Verkehrszentralregisters war und ist es bis heute die Unfallzahlen im Straßenverkehr in Deutschland zu minimieren. In den Fünfziger Jahren kamen etwa 12.000 Menschen jährlich durch Verkehrsunfälle ums Leben, fast dreimal mehr als 20 Jahre zuvor. Neu war die Idee nicht, denn schon 1910 wurde in Berlin eine „Sammelstelle für Nachrichten über Führer von Kraftfahrzeugen“ eingerichtet.
Bisher registrierten die Beamten ausschließlich die Namen derjenigen, die schwere Verkehrsstraftaten begangen haben bzw. ihren Führerschein abgeben mussten. Mit der Einführung des komplexen Punktesystems im Jahr 1974 änderte sich das Vorgehen schlagartig und die erzielte Wirkung schien man erreicht zu haben: Im Jahr 2006 sank die Zahl der Verkehrsopfer auf rund 5.000 bei nun mehr als 55 Millionen zugelassenen Fahrzeugen. Nicht nur die viel höhere Sicherheit der Autos, sondern auch die Arbeit des Zentralverkehrsregisters habe dazu beigetragen, hob der Präsident des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA), Ekhard Zinke, hervor.
Statistiken belegen, dass in 80 Prozent der Fälle die Verkehrsmissachtungen von Männern begangen werden. Während sich die Männer mehr als doppelt so häufig unter Alkoholeinfluss am Steuer ertappen lassen, verletzten die Frauen wesentlich öfter die Vorfahrtsregeln. Tritt ein Verkehrssünder in den folgenden 2 bzw. 5 Jahren nicht negativ in Erscheinung, so verfallen die eingetragenen Punkte. Allein die Punkte für Vergehen unter Einfluss von Drogen oder Alkohol müssen mindestens 10 Jahre lang gespeichert werden. Bei freiwilliger Teilnahme an einem Aufbauseminar, sowie einer verkehrspsychologischen Beratung ist es möglich bis zu vier Punkte streichen zu lassen. Um eine Übersicht des eigenen Strafregisters zu gewährleisten, ermöglicht es das KBA den aktuellen Punktestand kostenlos zu beantragen.
Foto: Marco Barnebeck
Quellenhinweis: NDR.de
1 Dez
Am Samstag, den 30.November 2007, wurden die Ergebnisse des Pisa-Bildungsvergleiches zusammengefasst und werden am Dienstag in Berlin präsentiert. Die „Stuttgarter Zeitung“ gab vorzeitig die Resultate, welche erneut nicht zufriedenstellend sind, bekannt. In Fächern wie Lesen und Mathematik belegen die deutschen Schüler von den 30 OECD-Staaten weiterhin nur den 14. Platz. Dabei bilden Korea mit 565 Punkten, Finnland mit 547 und Kanada mit 527 erreichten Punkten die Spitze der Rangliste im Lesen. Auch in der Mathematik liegen Finnland und Korea ,sowie auch die Niederlande auf dem 3. Platz mit einer Punktzahl von 531, weit vor Deutschland. Das offizielle OECD-Ranking aller 57 Teilnehmerstaaten wird jedoch vorerst geheim bleiben.
Nicht alle sehen die deutschen Resultate als negativ an, so auch Manfred Prenzel, Leiter des deutschen Pisa-Konsortiums. „Nachweisbare Verbesserungen“ wären vor allem in den Naturwissenschaften bei der Gruppe der 15-Jährigen ersichtlich und auch die soziale Gerechtigkeit in den Schulen wäre als durchaus positiv zu betrachten, denn „die Befunde zeigen eine Lockerung des Zusammenhangs zwischen sozialer Herkunft und Kompetenz“, berichtete Prenzel. Dennoch ist das Gefüge zwischen dem elterlichen und schulischen Erfolg, wie in den Vorjahren, zu stark ausgeprägt.
Das Ziel allen Menschen in ihrer Schullaufbahn gleiche Chancen zu ermöglichen, ist bislang noch nicht erreicht. Söhne oder Töchter von Akademikern haben auch künftig 2,7-mal größere Chancen, an einem Gymnasium unterrichtet zu werden, als die Kinder von Facharbeitern. Im Jahr 2000 lag dieses Verhältnis allerdings noch bei 4,2 zu 1 – eine Besserung ist daher definitiv erkennbar.
In dem Migrationshintergrund einiger Kinder sehen Fachleute ein weiteres Problem, denn diese schneiden im Gegensatz zu ihren deutschen Mitschülern in den Naturwissenschaften im Durchschnitt 73 Punkte schlechter ab. Die Analysen der Pisa-Studie haben innerhalb der verschiedenen Migrantengruppen weitere Differenzierungen herausgestellt. So liegen Ausländerkinder der zweiten Generation 95 Punkte hinter den Deutschen, Migrantenkinder der ersten Generation mit 79 Punkten und die Schüler, bei denen lediglich ein Elternteil aus einem anderen Land stammt, verzeichnen eine Leistungsdifferenz von nur 25 Punkten Rückstand.
Trotz diesen auftretenden Problemen erkennt Prenzel nennenswerte Verbesserungen: „Betrachtet man auf internationaler Ebene, was sich in den OECD-Staaten an Entwicklungen seit Pisa 2000 ergeben hat, dann fällt Deutschland positiv auf“, denn andere Staaten hätten sich in diesem Jahr verschlechtert.
Foto: S. Hofschlaeger
Quellenhinweis: FAZ.net
29 Nov
Die Ergebnisse einer Studie der University of Michigan haben ergeben, dass Spiele durchaus ein Gefährdungsfaktor für Gewalttaten darstellen. Diese Analyse bezieht sich auf Schlussfolgerungen von Untersuchungen und Experimenten der letzten 50 Jahre, welche den Einfluss von Filmen, dem Fernsehen und den Computer- und Videospielen erforschten. Laut den Aussagen eines Professors ist die virtuelle Gewalt ein Risikofaktor, denn 60 Prozent aller Fernsehsendungen enthalten Gewalt, 40 Prozent davon sind besonders schwere Fälle. Dies würde das Verhalten von Erwachsenen und Kinder stark beeinflussen und die Aggressivität eines Menschen fördern. Immerhin besagen die Ergebnisse, dass bereits in 83 Prozent der US-Haushalte Videospiele vorzufinden sind.
Einige Wissenschaftler glauben, dass einzig und alleine das Rauchen und die damit verbunden Folgen eine größere öffentliche Gefährdung darstellen würde als die Auswirkungen der Computerspiele. Erwähnenswert wäre, dass die Mehrzahl der Studien keine Beweise für die Gewaltförderung von Videospielen ergründen konnte. Erst im vorigen Jahr veröffentlichte die Freie Universität in Berlin eine Doktorarbeit, in der keine Nachweise derartiger Gefährdungen enthalten sind. Besonders Kritiker betonen, dass die Beliebtheit und die Nähe zur Realität der Videospiele immer mehr und mehr zunehmen und dennoch ein starker Rückgang von gewaltsamer Kriminalität in den USA zu verzeichnen ist.
Foto: Markus Hein
Quellenhinweis: 4Players.net
23 Nov
Die letzte Analyse der Stiftung Warentest sorgte vor kurzem für Aufsehen. Die Untersuchung ergab, dass zahlreiche deutsche Schulbücher sehr fehlerhaft geschrieben wurden. In einigen Exemplaren wurden sogar mehrere Fehler pro Seite gefunden.
Im Vergleich zum US-Bundesstaat Texas ist dieses Ergebnis noch für „gut“ einzuschätzen, denn dort ergab die Untersuchung, dass die Mathematik-Bücher für die Grundschule allein 109.263 Fehler enthalten, so die „Dallas Morning News“. Beispielsweise waren Rechenfehler in einem Grundschulbuch für Mathematik wie 4+7=10 enthalten. Der Verlag „Houghton Mifflin“ verbuchte insgesamt 86.026 Fehler in den von Ihnen herausgegebenen Büchern. Dort wurden mehrfach die Lösungen der Rechenaufgaben direkt neben die Aufgabe geschrieben, was als fehlerhaft gilt. Hinzu kamen unzählige Druck- und Rechtschreibfehler.
Diese Ungenauigkeiten werden den entsprechenden Verlagen viel Geld kosten, denn diese wurden verpflichtet die Fehler zu korrigieren. Für jeden Fehler, der bis einschließlich zum Frühjahr 2008 nicht bearbeitet wurde, wird ein Bußgeld von bis zu 5000 US-Dollar – umgerechnet ca. 3400 Euro – verhängt. Geht man von den aktuellen Fehlerzahlen des Verlags „Houghton Mifflin“ aus, so müsste dieser Verlag allein 430.130.000 US-Dollar bzw. ca. 293.400.000 Euro Strafe zahlen.
Foto: Daniel Kummetz/Pixelio.de
Quellenhinweis: ARD.de