21 Dez
Bereits sieben der insgesamt 91 Tochterunternehmen des Postdienstleistungsunternehmens PIN stellten beim Kölner Amtsgericht einen Antrag auf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens, so der Sprecher der PIN Group AG in Köln. Die erforderlichen Sozialversicherungsbeiträge für die Mitarbeiter konnten nicht mehr gezahlt werden und die Maßnahmen seien deshalb dringend notwendig. Etwa 850 der 9000 PIN-Angestellten in Bremen, Kassel, Fulda, Trier, München, Landshut und Köln sollen von dem Insolvenzverfahren betroffen sein, welches vorerst vom Kölner Rechtsanwalt Andreas Ringstmeier verwaltet wird.
Unternehmensberater Hans-Joachim Ziems und Experte Horst Piepenburg, die mit der PIN-Sanierung beauftragt wurden, führen den Geschäftsbetrieb, sowie die gesamte Gruppe weiter. Dabei sind sie sich einig, dass die kommenden Insolvenzverfahren für die Gesamtgruppe keine nennenswerte Beeinträchtigung darstellen.
Zwei Drittel der PIN-Anteile gehören dem Springer-Verlag an, Vorstandschef Günter Thiel trägt 10 Prozent mit seiner beteiligten Firma Rosalia. Zeitungsverlage wie WAZ, Holtzbrinck, Madsack und DuMont Schauberg halten bislang kleine Anteile. Für Springer hingegen sei der vom Bundestag beschlossene Post-Mindestlohn der Grund die Zahlungen an PIN einzustellen, da der Beschluss dem Geschäftsmodell die Perspektive genommen hätte. Nachdem die Verhandlungen über eine Übernahme der Springer-Anteile mit Thiel scheiterten, ist die Zukunft von PIN unsicher.
Foto: pin-group.net
Quellenhinweis: tagesschau.de
Kommentar hinterlassen