11 Dez
Die Kids-Hotline gehört mittlerweile seit 1999 zu den größten und aufstrebenden Onlineberatungs-stellen für Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 21 Jahren. Nach außen hin sehr seriös, doch als kurzweiliger Mitarbeiter konnte ich einmal die andere Seite von der Kids-Hotline.de kennenlernen.
Liest man sich die Prinzipien der ehrenamtlichen Einrichtung durch, so scheint alles in bester Ordnung. Wenn ich heute die Prinzipien von Kids-Hotline Revue passieren lasse, bleibe ich schon beim zweiten Punkt „Akzeptierende Haltung“ stehen: „Eine akzeptierende Haltung gegenüber der Rat suchenden Person bedeutet, sie wohlwollend in ihrer Gesamtheit anzunehmen und[…] unter Berücksichtigung der jeweiligen Lebensgeschichte als sinnhaft zu akzeptieren.“, heißt es hier. Ein Blick hinter die Kulissen lässt ganz neue Eindrücke und Interpretationen zu. Schon nach wenigen Minuten berieten sich die „Peer-Berater“ während eines Gruppenchats, ob die Geschichte überhaupt real sei. „Fake Fragezeichen?“, meinte einer der Berater, worauf sein Kollege kurz darauf mit „schon!“ sehr bestimmt und eindeutig antwortete. Hier wird also nicht lang gefackelt bis eine Spekulation zur Realität wird. Von „als sinnhaft akzeptieren“ kann hier nicht mehr die Rede sein.
Während der Vater des jugendlichen Mädchens im Begriff war ihre Zimmertür einzutreten, bewies das Berater-Team Gelassenheit. Kids-Hotline hat sich hohe Ziele gesetzt, doch schon bei ganz alltäglicher Zivilcourage der Mitarbeiter scheitert es kläglich und ufert bereits in „unterlassende Hilfeleistung“. Von Kompetenz und der nötigen Flexibilität in Ausnahmesituationen keine Spur.
So gehören auch ironische und sarkastische Aussagen und Witze zum Alltag der Berater. Während die häufig verzweifelten Jugendlichen ihr Problem schildern, ist das Team im „Beraterchannel“ des Öfteren damit beschäftigt sich über den Hilfesuchenden lustig zu machen. Auch hier gilt wieder, dass dies nicht nach außen gezeigt werden darf, hinter den Kulissen allerdings geduldet und gewünscht wird.
Der Punkt „Anspruch präventiver Wirkung“ sieht vor, die Jugendlichen „im Hinblick auf eigene/fremde Verhaltens- und Konsummuster zu sensibilisieren und im Sinne von Prävention und ganzheitlicher Gesundheitsförderung auf die jungen Menschen einzuwirken.“ Eine Beratung eines Jugendlichen, der droht sich in einer Fantasiewelt zu verlieren, zeigt das Gegenteil. Er bevorzugt erotische Bilder von Monstern und anderen Kreaturen und stellt sich zudem häufig vor mit diesen Monstern in einer Liebesbeziehung zu leben. Hier wäre der vorher genannte Punkt angebracht, gemeinsam einen Weg aus dieser Traumwelt zu finden. Dennoch zog es die Forenleitung vor diese Fantasien als „normal“ zu bezeichnen und den Jugendlichen zur Fortsetzung zu motivieren.
Auch ein Berater in der Probezeit bzw. der sogenannten „Testphase“ merkt schnell, woran er bei der Kids-Hotline ist. Hierbei stehen nicht die fehlerfreie und kompetente Beratung oder die Lösung der Probleme der Hilfesuchenden im Mittelpunkt, wie nach außen hin gerne behauptet wird. Vielmehr ist es die bedingungslose Unterwürfigkeit gegenüber allen übergestellten Mitgliedern der Kids-Hotline. Jegliche Äußerung von Kritik oder Zweifeln führt in der Regel zur Kündigung und wird nicht geduldet. Selbst die sogenannten „Vertrauenspersonen“ leiten jegliche Aussagen sofortig an die Leiterin der Organisation weiter. Der Berater auf Probe erfährt erst in der Kündigung, dass seine Aussagen von der Leitung negativ konnotiert wurden und als anstößig gelten. Somit ist klar, dass das „lockere und moderne“ Team der Kids-Hotline in der Organisation noch sehr konservativ auf eine strikte Hierarchie besteht.
Bei der Einhaltung von Terminen und Zeitangaben nimmt es das Team dagegen nicht so genau. Trotz vieler Mitarbeiter kann die Höchstdauer einer Antwort von 24 Stunden nur selten eingehalten werden. Oft scheint sich tagelang nichts in den Beratungen zu rühren, obwohl es viele offene Probleme und Fragen gibt. Im Bewerbungsverfahren wird den Neubewerbern auch dazu geraten nicht zu häufig zu antworten, um zu vermeiden, dass die Jugendlichen regelmäßig bei der Kids-Hotline Hilfe suchen.
Die Kids-Hotline befasst sich täglich mit vielen sehr intimen Problemen unserer heutigen Jugend. Eine Organisation, die nach einer knappen Woche ein derartiges Bild hinterlässt, wird den Anforderungen an einen solchen Services nicht gerecht. Jeder Jugendliche sollte im Voraus wissen, worauf er sich einlässt.
Foto: Kids-Hotline
28 Kommentare for "Kids-Hotline – mehr Schein als sein"
Hallo!
Klingt interessant, was Du da schreibst…
Haette ich irgendwie nicht vermutet.
Naja ich wurde auch etwas abgewuergt mit:
Können wir die Beratung denn nun schließen…?
Viele Liebe Gruesse
Anna-Lena
Hallo!
Als Mitarbeiterin der kids-hotline wollte ich mich kurz zu dem obigen Beitrag äußern. Ich hab das alles sehr erstaunt gelesen, denn in meiner 2jährigen Tätigkeit hab ich die Seite sehr schätzen gelernt, viele Jugendliche beraten und fast durchweg positives Feedback bekommen.
Ich kann nur auch nochmal sagen, dass wir uns bemühen, schnell zu antworten, und dass wir uns auch nicht “lustig” machen. Natürlich machen wir uns Gedanken über die Zuschriften, die wir bekommen, und wie ihr euch sicher denken könnt, sind auch manchmal Scherzanfragen dabei. Aber wir behandeln jede Anfrage mit demselben Ernst - selbst, wenn wir vermuten, dass es ein Fake ist. Denn letztlich spielt das gar keine Rolle: Es lesen in unseren Foren so viele Leute mit, dass auch die Antwort auf eine eigentlich gefakete Anfrage wieder jemandem weiterhelfen kann.
Deshalb schlage ich vor: Macht euch selbst ein Bild davon, ob ihr auf http://www.kids-hotline.de beraten werden wollt.
Viele Grüße von Gabriele
Fachteamerin bei kids-hotline
“Bemühen” gilt schon bei Arbeitszeugnissen als “mangelhaft”. Dass es ein positives Feedback gibt, ist klar, denn die Betreffenden wissen ja nicht, was die Berater sich untereinander schreiben oder selbst denken.
Die angeführten Beispiele konnte ich schon nach einer Woche dort entnehmen. An einen Zufall zu glauben, wäre hierbei wohl naiv.
Damit möchte ich nicht Ihre persönliche Beratungsqualität in Frage stellen, sondern die derjenigen mit denen ich zusammengearbeitet habe. Kein Unternehmen besteht nur aus miserablen Mitarbeitern, aber manche haben eben zu viele davon.
Deshalb wird dieser Artikel weiterhin bestehen bleiben und Ahnungslose über die Vorgänge “hinter den Kulissen” aufklären.
Habe eine Mitarbeiterin von k-h mal kennen gelernt - was die macht grenzt an Zynismus um nicht mehr zu sagen. Ob sie auch nur einen ihrer Ratschläge selbst befolgen würde oder auch nur in der Lage wäre dieselben in einer eins-zu-eins Situation persönlich zu geben bezweifle ich. Wahrscheinlich würde sie einfach weglaufen oder in eine schweigende Schockstarre fallen…
Die online-Beratung ist für sie eine Möglichkeit eigene Hemmungen zu umgehen, ein Zugeständnis an ihre eigene Problematik. Man kann es vielleicht so nennen: Heuchelei. Natürlich holt sie sich Selbstbetätigung daraus, und das ist sicher nicht ihre letzte Motivation. Zudem findet sie das ein oder andere Problem interessant.
Aber: Ob die Beratenen es merken ist die andere Frage und genauso ob es nicht trotzdem auch für den Hilfesuchenden kurzfristig etwas bringt. Denn auch Ärzte mögen im Privatgespräch über das ein oder andere Problem lästern und trotzdem bei der Behandlung gewissenhaft sein.
Auch wenn, wie im angesprochenen Fall, die Ratschläge nur sehr wenig wenig Bindung an Persönlichkeit und Lebenserfahrung der Teamerin besitzen sondern mehr aus Bereichen des Erlernten, der Bildung und des Einfühlungsvermögens kommen sind die Aussagen deswegen nicht schlecht und können im konkreten Fall doch helfen, alleine schon durch die vorbehaltlose Annahme die vermittelt wird.
Wobei ich allerdings grundsätzlich glaube, dass der geschriebene Rat in einem Forum weniger belastbar ist als das persönliche Wort, das Anvertrauen einem Menschen aus Fleisch und Blut.
Denn Texte lesen und schreiben wirkt ganz offensichtlich auf Menschen weniger nachhaltig als der echte, persönliche Kontakt es kann, wo immer auch mehr durch die Kommunikation vermittelt wird als Inhalt.
Wäre es so einfach durch Lesen weise zu werden, dann hätte wir seit langem schon keine Probleme. Der Erfolg jedenfalls der küchenpsychologischen Ratgeber-Bücher die sich so prächtig verkaufen ist zumeist auf ein angenehmes Gefühl während des lesens beschränkt ohne weiter Wurzlen zu fassen. Grundsätzlich hat dieses Problem auch die psychologische Online-Beratung.
Ob hier wirklich geholfen werden kann oder nur kleine Ventile geboten werden, die bloss den Eindruck von Erleichterung schaffen, der Rat nur zu einem schnell verfügbaren, leicht konsumierbaren und in den weiten des Netzes austauschbaren Fünkchens wird ist schwer zu sagen. Letztlich ist es ein Text in einem Browserfenster unter anderen, der trotz inhaltlicher Güte niemals den Eindruck ersetzen kann den eine Begegnung und das Anvertrauen unter Menschen hat, gerade auch in der Nachhaltigkeit.
Das ist aber eine grundsätzliche Frage, ob diese Form von Online-Beratung in der kurzfristigen Venitlfunktion auf die sie meiner Meinung nach beschränkt ist mehr nützt als schadet duch den (mM nach falschen) Eindruck auf diese Weise überhaupt nachhaltig und ernsthaft einwirken zu können und Funktionen zu übernehmen vorgaukelt, die Freundschaft und unmittelbarem persönlichem Erleben vorbehalten sind - und glücklicherweise, da wir Menschen sind, auch vorbehalten bleiben.
Denn auch wenn es scheinbar “nur” um Worte geht:
Die Erwartung auf diese Weise schnelle und nachhaltige Hilfe im psychologischen Bereich zu bekommen wird von Portalen a la k-h genährt und ist (wohl) genauso falsch wie die sich seine Zahnschmerzen durch einen virtuellen Besuch beim Zahnarzt zu ersetzen. Es ist ist eine Scheinbehandlung die um so mehr schadet je mehr man davon erwartet.
Senkt man die Erwartungshaltung auf die tatsächlichen Möglichkeiten ist k-h ein Ort zum Luftablassen, mehr nicht, aber auch nicht weniger.
Ich muss sagen, als ich diesen Bericht gelesen habe, da konnte ich nur mit den Ohren schlackern.
Momentan bin ich selbst in einer Beratung bei der Kids-Hotline und ich muss sagen, ich bin mehr als zufrieden.
Klar kann die KH keine Therapie ersetzen, aber trotzdem bekommen man Möglichkeiten aufgezeigt mit seinen Problemen umgehen zu lernen. Ebenso wie man dabei unterstützt und ermutigt wird, eine Therapie zu machen, bzw. sich an “reale” Stellen zu wenden.
Die Berater und Beraterinnen der KH arbeiten sicherlich alle sehr gewissenhaft und mit vollem Einsatz.
Und alleine, dass sie sich schon für uns die Zeit nehmen und sich unsere Nöte,Ängste,Sorgen….usw…anhören, hat ein Lob verdient.
Ich kann nur von mir selbst reden und bin wirklich sehr sehr dankbar, dass ich die KH gefunden habe und dort sehr sehr gute Unterstützung finde.
Danke hierzu an die KH!!!!
Ich kann die Seite nur empfehlen, da man dort wirklich Hilfe und Unterstützung findet!!!
Lieben Gruß
Hannah (Kalenderblatt)
Isch Finnde alllllles Scheise
Also ich will jetzt hier mal eins klarstellen…!
Ich bin auch ein User von der kh und ich muss sagen ich bin genauso wie Hannah froh, das es sowas gibt. Ich kann mich Hanna wirklich anschließen und finde es echt mies, dass die kh hier so schlecht geredet wird von ihnen. Mag sein, dass sie Probleme mit der kh haben aber, das ist kein Grunde hier so etwas zu schreiben. Jeder muss wie Gabriele schon so schön sagte, seine Erfahrungen selbst sammeln. Und ich kenne KEINEN wirklich KEINEN Userr, der unzufrieden ist.
In diesem Sinne,
Tschß..!
Michaela Lucia (Kekschen)
Alles, was ich geschrieben habe, ist 1:1 die Wahrheit. Es gibt nichts Verwerfliches daran die Wahrheit zu schreiben.
Nach außen ist selbstverständlich alles spitze, nur was hinter den Kulissen läuft, kann man eben nur hier lesen und nicht bei Kid-Hotline. Mir ist wichtig, dass alle, die sich dort beraten lassen wissen, was dort wirklich abläuft.
So ehrenvoll ich die Grundidee auch finde, der Zweck heiligt nicht die Mittel.
Hallo,
also auch ich habe zur Zeit eine Beratung bei der Kh-hotline zu laufen und auch ich muss sagen, das ich sehr zu frieden bin. Ich habe nicht das Gefühl das man mich schnell wieder los werden will und auch kriege ich meistens innerhalb von 24 Stunden eine Antwort. Ich kann mir nicht vorstellen das es hintedr den Kulissen wirklich so aussieht. Ich bin froh über diese Möglichkeit und bin der Meinung das die Kh-hotline eine prima Idee ist. Mir hilft es ungemein meine Gefühle und Gedanken dort niederzuschreiben und zu wissen, das ich zu jeder Frage einen Rat kriege. Auch weiß ich das so eine Online-Beratung keine wirkliche Beratung und schon gar nicht eine Therapie ersetzen kann, aber sie kann dazu beitragen sich zu so einem Schritt (also den schritt zur Beratung oder Therapie zu gehen) zu gehen. Die Kids-Hotline hat mir schon viel geholfen und ich weiß nciht wo ich jetzt wäre, wäre nicht dort jemand gewesen der mich unterstützt mir “zuhört” und mir ratschläge gibt! Also großes Lob an die Kids-Hotline!
Ahh, wie mich das sauer macht. Wenn die kids-hotline wirklich soooo schlecht sein würde, wie Sie das hier darstellen, dann hätte man der kids-hotline sicher nicht den Grimme Online Award verliehen … Außerdem würde wohl nicht der KinderSCHUTZ e. V. die kids-hotline anbieten, wenn die kids-hotline schlecht für uns Jugendliche/Teenies wäre.
Warum hat die kids-hotline den Grimme Online Award bekommen???
Auszug aus der Begründung der Jury: “… Da die Zielgruppe fast vollständig das Web nutzt und inzwischen intensiv Rat für ihre Probleme in Foren und Chats sucht, ist es nur konsequent und der Dialogfunktion des Mediums angemessen, im Web ein professionelles Hilfsangebot anzubieten. Kein anderes Medium leistet dies in solch passgenauer, effizienter und – trotz einer verpflichtenden Registrierung bei “kids-hotline” – niedrigschwelliger Weise. Dass eine solche Beratungsstelle im Web nur mit hoher Verlässlichkeit, Kontinuität und mit großem Engagement sinnvoll ist, liegt auf der Hand – die “kids-hotline” leistet dies in vorbildlicher Weise. (…)
von: http://www.kinderschutz.eu/news/428
Also bitte, es werden sich ja nich so viele Menschen bei so einer Entscheidung täuschen..!!!
Außerdem würden sich nicht Tagtäglich neue User registrieren wenn die kids-hotline nicht das versprechen würde, was man als User vllt. erwartet.
Alle die das hier verfolgen/mitlesen oder am grübeln sind ob das was hier über die kids-hotline geschrieben wurde stimmt.
Ich kann aus meiner Erfahrung sprechen das ich sehr wohl sehr ernst genommen werde und das ich mir sehr gut aufgehoben vorkomme.
Wer kann dass besser beurteilen als ein User der nicht selbst eine Beratung hat…?! Also probierts aus
Lieben Gruß,
Michaela-Lucia
(Kekschen)
Warum gibt es wohl solche Awards für die Kid-Hotline? Natürlich weil es eine spitzen Idee ist - in der Theorie - und nach außen hin wirkt auch alles spitze.
Aber so wie du es sagst: du “kommst dir sehr gut aufgehoben vor”, aber ob es wirklich so ist, steht doch in den Sternen, da du den Mitarbeiterchat nicht lesen kannst.
Ich wäre nie Mitarbeiter dieses Projekts geworden, wenn ich nicht vorher auch so gedacht hätte wie du. Nur Ansichten ändern sich eben.
Ganz ehrlich O.O…
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Ausgebildete Pädagogen oder wie man des nennt sich über uns User die Probleme haben lustig machen…!!!
Ich finds einfach nur total scheiße, das die kids-hotline hier so schlecht geredet wird.
Außerdem hat es sicher gedauert, bis sich due Jury dafür netschieden hat der kids-hotlne den Grimme zu geben. Sicher wurden vorher auch geschaut ob das was die kids-hotline so verspricht auch stimmt.
Du kannst dir nicht vorstellen, dass es Menschen gibt, die Ihre Arbeit nicht korrekt machen? Wahnsinn, das würde ich auch gern glauben. Da wäre die Welt ja wieder in Ordnung.
Leider ist so etwas einfach nur naiv. Ich habe mir die Beispiele von denen ich berichtet habe nicht aus den Fingern gesaugt, es ist so passiert, wie hier geschildert, ob du es dir nun vorstellen kannst oder nicht - es ist so passiert.
Deshalb hat das auch mit Schlechtreden nichts zu tun - das ist ein Tatsachenbericht.
Daniel, Du warst also mal “kurzweiliger Mitarbeiter”?
Wieso hinterläßt all das, was Du hier schreibst eigentlich den Eindruck, dass Du irgendwie eine private, persönliche Abrechnung machst?
Warum habe ich den Wunsch nach Lektüre Deines Schreibens bekommen, dass ich hoffentlich niemals einen Mitarbeiter wie Dich in meinem Betrieb haben werde?
Ich werde es Dir sagen:
Solange in meinem Betrieb alles rechtens ist und das Ergebnis für den Mandanten stimmt und ihm zuträglich ist, darf ich von jedem Mitarbeiter erwarten, dass er Interna diskret behandelt! Auch nach seinem Ausscheiden! Das gilt sogar für die Mitarbeiter, die noch während der Probezeit ausscheiden!
Das gilt auch für Dich! Und sollte auch für alle gelten, die Dir irgendwann einmal Einblick in ihre Interna gewähren!
Für einen Berater wird es immer tödlich sein, wenn er als indiskret eingestuft werden muß!
Du hast hier ein sehr gutes Beispiel dafür gegeben, wie Du Deinem eigenen Geschäftserfolg wirkungsvoll ein Bein stellen kannst.
So wird Deine Homepage schnell zum “Ausschlußkriterium”.
Übrigens: ich arbeite nicht für kids-hotline! Sondern bin von einem Menschen auf diesen Artikel aufmerksam gemacht worden, der von mir weiß, dass ich auf solche “niederen Instinkten folgende Machwerke” anspringe.
Zu korrekter Arbeit gehört auch, gemachte Aussagen (ich nenne sie mal in diesem Fall Unterstellungen) korrekt zu begründen. Der Autor macht sich hier nicht einmal die Mühe gute Begründungen für seine Ansichten zu liefern. Die angeführten Beispiele sind äußerst dürftig und lassen in Ihrer kurzen Form auch andere Interpretationen zu. Durch maßlose Übertreibung soll der Leser wohl „überzeugt“ werden? Die Unterstellungen werden dadurch natürlich auch nicht richtiger. Einen solchen Artikel auch noch als Tatsachenbericht zu deklarieren wirkt doch etwas hohl. Die einzige Tatsache die hier im Raum steht ist: Es wäre schön, wenn jeder seine Arbeit gewissenhaft und korrekt erledigen würde und das auch andere in Ruhe tun lassen sollte.
Max, dazu müßte der Verfasser frei nach seinem eigenen Wahlspruch:
“Nur wer investiert, kann gewinnen.”
erst einmal investieren: Arbeit und Persönlichkeit!
Das eine will er nicht, das Andere hat er nicht:
er kann demnach nur verlieren!
Nochmal!
Daniel!
Wenn Du die Witze kennen würdest, die sich Chirurgen während der OP am offenen Herzen des Patienten erzählen: Du würdest nach dem, was Du hier von Dir gibst wohl lieber unbehandelt bleiben!
Was bringt Menschen dazu, sich über das lustig zu machen, dem sie sich eigentlich verschrieben haben?
Jede offizielle Antwort an einen Menschen, der sich anvertraut birgt soviel an “Verantwortung” in sich, dass es manchmal auch sinnvoll sein mag, sich durch einen schlechten Scherz selbst darüber klar zu werden, dass man zwar helfen will.
Aber selbst niemals mehr als “Mensch” sein wird!
Mach Du Deine Moneten!
Die Menschen, die sich für das einsetzen, was im Leben wirklich zählt:
Wissen, wie sie mit der Verantwortung umzugehen haben!
Du schreibst:”Du kannst dir nicht vorstellen, dass es Menschen gibt, die Ihre Arbeit nicht korrekt machen?”
Haben Deine Lehrer etwas falsch gemacht? Oder haben die Aussetzer in Deinem Zeugnis eher damit zu tun, dass Du selbst Deine Arbeit nicht korrekt gemacht hast? (Blick auf Deine Homepage sei erlaubt!)
Verzeihe mir meine Beurteilung!
Du bist überdurchschnittlich ambitioniert!
Mittelmäßig begabt!
In Summe ergibt das einen Menschen, vor dem ich auf der Hut sein werde, weil gefährlich!
@Max: Erzähl mal, was du logisch begründet haben möchtest.
@Bernd, ich verzeihe dir deine Beurteilung, da es ohnehin nichts mit der Sache zu tun hat.
Ich hätte erwartet, dass ich hier sachliche Kommentare erhalte und nicht, wenn die Argumente fehlen gegoogelt wird und alles rausgesucht wird, was man irgendwie reißerisch verpacken kann. Vermutlich habe ich mal wieder zu viel von anderen erwartet.
Wenn du mit mir diskutieren willst, dann ruf unter 0162-3121998, ich ruf auch gern zurück. Aber dann soll es ganz klar um die Sache gehen, nicht um die Person.
Ganz ehrlich, ich versuche hier Aufklärungsarbeit zu leisten, was im Übrigen eine Hauptaufgabe der Medien ist. Ich versuche nicht Religiöse zu Atheisten zu machen. Wer den Glauben an etwas hat, wird immer eine für ihn sinnvolle Begründung finden, weshalb Kritiker im Unrecht sind. Es ist wichtig immer beide Seiten zu kennen, die positive Wirkung, wie sie nach außen projeziert wird und auch solche Tatsachenberichte. Wer beide Seiten kennt, muss sich doch nicht zwingend für meine entscheiden, aber man muss sie kennen, um sich keine einseitige Meinung zu bilden.
Was hat das denn für einen Sinn über etwas zu diskutieren, wenn die Grundlage der Diskussion fehlt. Grundlage wäre, dass meine hier geschriebenen Informationen als wahr anerkannt werden.
Zu den Interna: Ich habe schon in der Bank und beim Rechtsanwalt gearbeitet. Mir ist demnach sehr wohl bekannt, was es heißt Kundendaten und Betriebsgeheimnisse für mich zu behalten. Wenn jedoch bestimmte Verhältnisse in einer Firma gegen die gute Sitte verstoßen, ich noch dazu keinen Mitarbeitervertrag hatte und demzufolge auch keine Datenschutzerklärung einhalten muss, sehe ich es als eine Pflicht jeden über die Wahrheit zu informieren.
Wer es nicht glauben möchte oder aber wen das Geschriebene nicht stört, wer also mit solchen “Scherzen” (was allerdings ein seltsamer Humor wäre) gut klarkommt, die eventuell hinter seinem Rücken gerissen werden, dieser soll diesen Bericht von mir aus vergessen.
Ein Tatsachenbericht enthält wie der Name schon sagt: Tatsachen. Da reicht es nicht zu schreiben, dass man mal „kurzweiliger Mitarbeiter war“! Der Bericht müsste zum Beispiel so in der Art aussehen:
Ich, Daniel Gast, war von … bis … registriert bei … als … Meine Tätigkeit dort endete aus folgenden Gründen: Meinerseits wegen … Bevor ich meine eigenen Vorbehalte verkündet hatte, oder verdeutlichen konnte seitens … wegen …
Meine ehrenamtliche Tätigkeit wurde mir von den ebenfalls ehrenamtlichen Mitarbeitern von … wie folgt definiert: … Ein schriftlicher Vertrag über meine Rechte und Pflichten wurde (a) nicht geschlossen (b) nicht in Aussicht gestellt (c) …
Während meiner Tätigkeit wurden mir folgende interne Bereiche freigeschaltet: … Neben, (trotz, während, statt) meiner aktiven Mitarbeit stellte ich in den Bereichen, die mir zugänglich gemacht wurden folgendes fest: …
Ich nehme mir die Freiheit, es meiner privaten und persönlichen (also von jeglicher Objektivität befreiten) Anschauung nach folgender maßen zu beurteilen: …
Du schreibst „ich verzeihe dir deine Beurteilung, da es ohnehin nichts mit der Sache zu tun hat.”
Ein Hans-Günter Wallraff hatte eine andere Motivation für seine Veröffentlichungen als Du! “Die Sache” hat in der Tat sehr viel mit der Motivation der Person zu tun, die sich da berufen fühlt der Menschheit seine Wahrheiten zu präsentieren!
Daniel, über dich muss ich eigentlich nicht “googeln”! Nichts von den Vorgängen in Kids-hotline, die Du beschrieben hast, verstoßen nach den Definitionen, die Du bei Deiner Arbeit für einen Rechtsanwalt kennen lernen konntest gegen “die guten Sitten”! Es mag traurig sein, aber in unserem Rechtssystem ist ein schlechter oder unpassender Witz nicht sittenwidrig!
Mir fällt da selbst gerade etwas ein:
Es gibt da viele Mädchen, die über mangelndes Wachstum ihrer Brüste verzweifeln!
Es muß einfach jeden erwachsenen Mann zu einem Schmunzeln reitzen! Weil jeder reife Mann weiß, dass es nichts Nebensächlicheres an einer schönen Frau gibt, als die Körbchengröße! Aber es bewegt halt unseren Nachwuchs! Ich nehme das ernst! Und mach einen Witz darüber:
Wenn nämliches Mädchen einen Mordsbusen bekäme! Und gleichzeitig eine überdurchschnittliche Warze auf der Nase! Worauf würdest Du zuerst schauen?
Für meinen Teil bin ich mir sicher: Die Warze wird meine Aufmerksamkeit erregen! Weil wir Männer immer nur auf das Auffälligste starren!
Du kommst der Wahrheit des Lebens nur auf die Spur, wenn Du die Zynismen, die Absurdität der Schlussfolgerungen erkennst! Ein Mädchen, das selbst der Meinung ist, in irgendeiner Weise der “Norm” nicht zu entsprechen ist niemals hässlich wegen der “fehlenden?” Oberweite!
Sie verliert ihre Schönheit erst und nur dadurch, dass sie sich selbst nicht mehr als schön empfinden kann.
Sie verliert ihr Lächeln!
Sie verliert die Fähigkeit, aufrecht durchs Leben zu gehen!
Sie verliert mit dem Glauben an sich selbst die Möglichkeit, auf das Gegenüber als das zu wirken, was sie wirklich ist: ein schöner Mensch!
Warum sprichst Du irgendjemandem das Recht ab, über einen unpassenden Witz zu der ernsthaften Erkenntnis und zu einer ähnlichen Antwort wie folgt zu kommen: meinen Blick wird Dein offenes, gewinnendes Lächeln immer mehr fesseln, als Deine Oberweite! Was ist jetzt schlecht daran, dass ich über einen blöden Witz sogar für mich selbst zu einer Erkenntnis komme, mit der selbst ich als Mann mich ein Stück weit “entwickelt” habe?
Es entspricht meinem Bild von Dir, dass es Dir in Deiner Begründung für Deine “Wäscheschau” ausreicht, dass in Ermangelung einer rechtswirksamen vertraglichen Regelung Du Dich an nichts gebunden fühlst. Deshalb wiederhole ich gerne meine Beurteilung: …
!!! Gefährlich !!! (Fühlt sich an nichts gebunden, was andere als “Anstand” bezeichnen würden!)
Wer mit Dir zu tun bekommt: Achtet auf die geltenden Rechtsvorschriften, bevor ihr ihm etwas anvertraut! Solange es keine Pflicht zur Geheimhaltung für ihn gibt, sieht er es als seine Pflicht an, zu veröffentlichen!
Zitat dazu: “Wenn jedoch bestimmte Verhältnisse in einer Firma gegen die gute Sitte verstoßen, ich noch dazu keinen Mitarbeitervertrag hatte und demzufolge auch keine Datenschutzerklärung einhalten muss, sehe ich es als eine Pflicht jeden über die Wahrheit zu informieren.”
Dieser Satz ist eigentlich “selbsterklärend”. Dennoch zur Verdeutlichung in Kurzform: “Verstoß gegen die gute Sitte” ist eine Rechtsformel, deren Gebrauch einem nicht examinierten Juristen schlecht zu Gesicht steht. Anmaßung, Herr Gast!
Bleibt der Restsatz (in freier Interpretation): wenn ich schon nicht vertraglich zur persönlichen Integrität verpflichtet werde (”ich noch dazu keinen Mitarbeitervertrag hatte und demzufolge auch keine Datenschutzerklärung einhalten muss”), fühle ich mich zumindest dazu verpflichtet, (”sehe ich es als eine Pflicht jeden über die Wahrheit zu informieren.”) das Gegenteil von dem zu tun, woran ich vielleicht gehindert wäre, wenn ich Rückgrat und Persönlichkeit besäße!
Oder im Ergebnis: Wenn ich schon nicht “drin bin”, “sehe ich es als eine Pflicht jeden über die Wahrheit zu informieren (So wie ich sie in meinem Frust sehe). Anders sehe ich das, wenn ich dazu gehören darf!
Du schaffst es, mit einem einzigen ehrlichen Satz die Glaubwürdigkeit einer ganzen geschriebenen Seite in Frage zu stellen!
Und noch zum Schluss: Weiß Du, warum ich Deine Art zu Publizieren von falschen Motiven geprägt und unprofessionell finde?
Du erklärst dem, der Höhenangst hat, warum er nach Deiner unmaßgeblichen Meinung nicht auf das Geländer vertrauen sollte, an dem er sich gerade festhält! …
… ohne selbst einen sicheren Halt zu gewähren!
Und bist Dir in Deiner Sucht nach “der Verpflichtung zur Wahrheit” auch noch sicher in dem Gefühl, der Menschheit einen positiven Dienst geleistet zu haben?
@Max:
Einige der Informationen sind ja auch in meinem Bericht zu finden und alle sind für den Leser und sein Verständnis nicht wichtig. Tatsachenbericht: Ich habe zuerst erklärt, was ich dort gemacht habe, was die kids-hotline macht und dann die Philosophie teils zitiert und gegenübergestellt mit dem, was ich erlebt habe. Wo sind das dann keine Tatsachen?
@Bernd:
Ich erkläre dem, der ein Problem hat nur, dass er vielleicht bei anderen Beratungsstellen deutlich besser aufgehoben wäre. Außerdem wird viele eh nicht stören, was im Hintergrund abläuft. Aber die, die es stört, sollten das wissen und sich dann was anderes suchen. Anlaufstellen gibt es nun wirklich genug.
Für mich persönlich verstößt das Verhalten gegen die guten Sitten. Ob das nun juristisch so gilt oder nicht, ist für mich nicht von Bedeutung.
Bei meinem Anwalt habe ich übrigens in einem halben Jahr keine Datenschutzerklärung unterschrieben und dennoch würde ich nie auf die Idee kommen irgendwas darüber zu erzählen. Es gibt da nämlich auch einfach nichts, was die Öffentlichkeit zum Selbstschutz erfahren müsste. Anders bei der Kids-Hotline und deswegen habe ich in diesem Fall eben auch anders gehandelt.
Dein Vergleich mit einer “Kleinbrüstigen” ist schon krass. Ich meine, ich habe vorher davon geredet, dass ein Mädchen, wo der Vater im Begriff ist die Tür einzutreten keinerlei Hilfe bekommen hat und an ihrer Glaubwürdigkeit gezweifelt wurde. Ebenso das Beispiel, wo jemand andauernd davon träumte mit Monstern irgendwelche sexuellen Spielchen zu machen und ihm gesagt wurde solche Gedanken seien ja völlig normal. Daran ist gar nichts normal und ob das sich von alleine gibt, kann niemand über die Ferne eben mal so beurteilen. Dieser Rat war nicht nur für einen normaldenkenden Mensch sehr überraschend sondern dadurch auch verantwortungslos.
So und das ist nämlich alles was ganz anderes als kleinbrüstige Mädchen.
Ich sage hier nur die Wahrheit und du hast ein großes Problem damit. Das ist es, was man in Frage stellen sollte. Warum jemand die Wahrheit gerne verwischen will…
Du schreibst: “Ich sage hier nur die Wahrheit und du hast ein großes Problem damit. Das ist es, was man in Frage stellen sollte. Warum jemand die Wahrheit gerne verwischen will…”
Daniel?!
Gut, ich habe versucht, zu abstrahieren.
Das funktioniert mit dir nicht, ist dir “zu krass”.
Also Klartext:
Dein erstes Beispiel!
Zitat:
“Während der Vater des jugendlichen Mädchens im Begriff war ihre Zimmertür einzutreten, bewies das Berater-Team Gelassenheit. Kids-Hotline hat sich hohe Ziele gesetzt, doch schon bei ganz alltäglicher Zivilcourage der Mitarbeiter scheitert es kläglich und ufert bereits in „unterlassende Hilfeleistung“. Von Kompetenz und der nötigen Flexibilität in Ausnahmesituationen keine Spur. ”
Da stelle ich mir jetzt vor, kids-hotline erhält die Mail. Die Wahrheit Deiner Darstellung setzt z.B. schon einmal voraus, dass diese Mail ohne Verzögerung gleich geöffnet und gelesen wird. (Hinweise darauf fehlen!)
Dann hat der Berater eine Mailadresse und eine Vorgangsbeschreibung: mein Vater tritt gerade meine Zimmertür ein.
Was ist Deiner Meinung nach zu tun?
Ich schreibe zurück: gib mir Deine Adresse, dann rufe ich die Polizei?
Oder: gib mir eure Telefonnummer, dann rufe ich zuerst mal Deinen Vater an und überzeuge ihn davon, dass ne eingetretene Tür ne teure Sache ist?
Oder: rufe die Polizei selber an! Bevor wir ausgeschrieben haben kann die schon da sein und Dir helfen?
Jetzt stelle ich mir mal vor, was in einem Mädchen vor sich geht, dessen Vater vor der Tür steht und dagegen tritt.
Ich gehe davon aus, dass es ihr Angst machen wird.
Mächtig Angst!
Und wenn das Mädchen des Lesens und Schreibens mächtig ist, wird sie instinktiv wissen, dass eine Internetberatungsstelle, die ihr eine Antwort innerhalb von den nächsten 24 Stunden verspricht, nicht die Feuerwehr, Polizei, den nahe wohnenden Onkel oder Freund oder sonst jemanden ersetzen kann, der ihr aus einer akuten Gefährdung heraushelfen kann.
Und jetzt stelle ich mir den Vater auf der anderen Seite der Tür vor.
Wenn er tatsächlich die Tür eintreten will, muss er über eine Menge Wut oder gar Jähzorn verfügen.
Und Wut und Jähzorn verleihen ungeahnte Kräfte:
Die Tür wäre eingetreten, bevor Du dem Mädchen die Adresse oder die Telefonnummer entlockt hättest.
Wie geschrieben: Alles unter der Voraussetzung, dass diese Zeitgleichheit zwischen dem von Dir geschilderten “Chat” zwischen den Beratern und dem Versuch des Vaters tatsächlich bestanden hat!
Wenn da auch nur eine halbe Stunde dazwischen liegt, darfst du dir überlegen, ob du dem Mädchen durch eine Antwort nicht eher schaden wirst, als ihr zu helfen: die Tür ist eingetreten, der Vater kontrolliert den Maileingang und flippt total aus, wenn er sieht, dass sich irgend jemand virtuell in die familiären Angelegenheiten einmischt.
Und du hast immer noch nicht mehr Informationen, als die Mailadresse!
Und da hat Max eindeutig recht: zu einem Tatsachenbericht gehört da Datum und Uhrzeit des Maileinganges und die gleichen Angaben zu dem “Gespräch” zwischen den Beratern dazu!
Und dazu gehört vielleicht auch (nur so als Anhaltspunkt für die Glaubwürdigkeit), worüber und in welcher Ausführlichkeit das akut bedrohte Mädchen der kids-hotline geschrieben hat.
Hat sie nur geschrieben: Mein Vater tritt die Türe ein, bitte helft mir!
Oder war es ein ausführlicher Text, der eher darauf schließen lässt, dass sie selbst Muße genug hatte, sich darauf zu konzentrieren, den Beratern den Grund und den augenblicklichen Stand einer laufenden Auseinandersetzung mit ihrem Vater zu verdeutlichen, statt zuerst an ihre Sicherheit (Fluchtweg) zu denken?
All das bleibst du uns schuldig!
Die fehlenden Informationen, aufgrund derer wir uns eine eigene Meinung bilden könnten ersetzt du durch deine vorgefasste Meinung!
Du bewertest:”doch schon bei ganz alltäglicher Zivilcourage der Mitarbeiter scheitert es kläglich und ufert bereits in „unterlassende Hilfeleistung“.
Und bleibst uns die Auskunft schuldig, wozu dich deine ja wohl ausgeprägtere Civilcourage konkret getrieben hat, um deinerseits nicht die von dir selbst eingeforderte Hilfeleistung zu unterlassen!
Frei nach dem Motto:
” Ich stand daneben, habe es erkannt!
Zum selber eingreifen hatte ich leider keine Zeit, da ich euch ja zuerst die “Wahrheit” schreiben muß! ”
(Ein sensationsgeiler Gaffer mehr auf dieser Welt)
Die “Wahrheit” ist, dass du die Wahrheit so verkürzt, bis sie in dein vorgefasstes Urteil passt.
Also würde man den Artikel richtig lesen, würde ich mir hier einige Erklärungen sparen:
“Schon nach wenigen Minuten berieten sich die „Peer-Berater“ während eines Gruppenchats[…]”
Chat heißt nicht Mail. Das heißt die Kommunikation erfolgte in Echtzeit und der Vater war auch das Gesprächsthema vorher und dann im Gespräch passierte es. Klar, hatte sie Angst und ich habe auch als einziger gefragt, ob sie denn die Möglichkeit zu fliehen/jemanden anzurufen etc. hat. Aber ohne Telefon im oberen Stockwerk mit abgeschlossender Tür war das nicht möglich.
Da im Chat ja mehrere Berater noch andere Fragen (die allerdings nicht besonders angebracht waren) gestellt wurden, verging Zeit bis ich die ersten Infos hatte. Schließlich ist es in dem Moment Unsinn zu fragen, weshalb der Vater so sauer ist. Fakt ist, dass die Situation gefährlich war.
Sie war dann auch mitten im Gespräch weg, sodass die Zeit nicht mehr ausgereicht hat z.B. nach Adresse etc. zu fragen, denn das wäre nach den vorhergehenden Informationen das einzig Richtige gewesen.
Soviel zu diesem Fall. Komischerweise hast du zum zweiten Beispiel nichts mehr geschrieben. Stattdessen hast du dir das erste Beispiel geschnappt, um wieder mit halbwissen mir zu unterstellen, dass die Berater hilflos waren bzw. ich selber hätte handeln können, was ich angeblich nicht getan hätte. Heißt also, wenn du schon eingestehen musst, dass die kids-hotline ein Fehler gemacht hat, dann habe ich ihn wenigstens auch gemacht. Wirklich, diese Argumentationskette zeigt ganz deutlich, dass es dir hier nicht um Fakten oder Wahrheit geht.
Du bist doch selbst Berater bei der kids-hotline, nicht wahr? Wie lange denn schon? Dein Name kommt mir nämlich auch etwas bekannt von da vor.
Du schreibst:
“Stattdessen hast du dir das erste Beispiel geschnappt, um wieder mit halbwissen mir zu unterstellen, dass die Berater hilflos waren bzw. ich selber hätte handeln können, was ich angeblich nicht getan hätte. Heißt also, wenn du schon eingestehen musst, dass die kids-hotline ein Fehler gemacht hat, dann habe ich ihn wenigstens auch gemacht. Wirklich, diese Argumentationskette zeigt ganz deutlich, dass es dir hier nicht um Fakten oder Wahrheit geht.”
Merkst Du es endlich, Daniel:
Genau und nur das ist es, worauf ich (und übrigens auch Max) die ganze Zeit herumreiten:
“Halbwissen”!
Und genau das ist es die ganze Zeit, was wir von dir einfordern!!!
Lass uns wissen!!! Liefere uns die ganze und ungekürzte Wahrheit!
Das was du lieferst ist “gefiltertes Halbwissen”!
Gefiltert nach deinem Gusto, um deine Meinung zu verkaufen!
So machst du es ja hier schon wieder!
Du schreibst nichts dazu, was ich gefragt habe!
Du merkst nicht einmal, dass ich keine “Argumentationskette” gebildet, oder etwas unterstellt, sondern eine Kette von Fragen gestellt habe, auf die ich dich gebeten habe, Antworten zu geben.
Meine Fragen waren darauf abgestellt, mir frei von allen Vorurteilen ein der “Wahrheit” so nahe wie möglich kommendes” Bild zu machen.
Und wieder hast du mehr damit zu tun, dich zu rechtfertigen, als deinen sogenannten “Tatsachenbericht” mit den Tatsachen zu bereichern, die mir eine wirkliche eigene Wertung ermöglichen.
So leid es mir für dich tut: es bleibt die Wahrheit!
(Tut es eigentlich weh, wenn sich die von einem verstoßenen Mitarbeiter angeschwärzten sich nicht selbst zum Thema äußern?)
Ich bin nicht Berater bei der kids-hotline!
Werde es auch niemals werden, weil ich genug damit zu tun habe, diesen und andere onlinedienste als Vater zu verfolgen, um von den Ängsten und Sorgen unserer Kinder mehr zu erfahren, als meine Söhne mir jemals selbst erzählen würden.
(Und noch ein bisschen Beruf am Hals habe.)
Und das ist auch der Grund, warum ich so sehr auf “gekürzte” oder auch “Halbwahrheiten” herumreite!
Niemand kann das besser, die Wahrheit bis genau zu dem Punkt zu erzählen, als mein Sohn Daniel!
Es bleibt nicht “die Wahrheit”, sondern immer “seine Wahrheit”!
Eine Wahrheit, die in seine darauf folgende Argumentation passen muß!
Alles nicht mehr dazu passende wird halt einfach unterschlagen.
Soweit wie du hier gegangen bist: mir aus seinen “verkürzten Wahrheiten” dann auch noch den Vorwurf des “Halbwissens” zu stricken, ist mein Daniel allerdings noch nie gegangen.
Da würde immer noch ein fragender Blick von mir ausreichen, um ihm meine dazugehörige Frage zu ersparen und ihm trotzdem die Schamesröte ins Gesicht zu treiben!
Bringe uns “von deiner Meinung und deinem (Vor-)urteil befreite “Tatsachen zu deinem zweiten Beispiel und ermögliche es, dass wir uns ein eigenes Urteil dazu erlauben können!
Dann werde ich mich auch gerne dazu äußern.
Mir ist schon einiges dazu eingefallen. Aber es wird natürlich aus dem mir durch deine “Auswahl an Tatsachen” auferlegten “Halbwissen” nicht möglich sein, der Sachlage auch nur annähernd gerecht zu werden.
Außerdem möchte ich den ganzen kleinkarrierten Hickhack einmal zu einem Ende bringen.
Es nutzt ja am Ende niemandem, wenn wir uns hier seitenweise fetzen!
Warum schreibst du eigentlich selbst nach der dritten konkreten Anfrage nichts darüber, mit welcher Begründung auf deine weitere Mitarbeit bei der kids-hotline verzichtet wurde?
P.s.
Bevor du aus der Beschreibung des Verhaltens meines Sohnes jetzt auch noch herausliest, dass ich ihm mißtraue?!
Es ist die Aufgabe eines Pubertierenden, seine Persönlichkeit zu erfahren und zu ergründen!
Mit allen Mitteln, die ihm zur Verfügung stehen!
Und meine Aufgabe sehe ich darin, ihm nach bestem Wissen (das ich mir mühsam aneigenen muß) dabei zu helfen, Fehler zu erkennen - und wenn es meine eigenen Fehler sind - und ihm eine Möglichkeit (Grundlage) zu schaffen, das Rad nicht neu erfinden zu müssen.
Was auch heißt: nicht an allen bislang gemachten Fehlern erst durch eigene Erfahrung lernen zu müssen.
Eieiei, Bernd, du scheinst ein echter Hobby-Philosoph und -Psychologe zu sein. Mein Gott, du bist Vater, hast einen Job, einen Sohn und hast dann nichts besseres zu tun als bei Hilfesuchstellen für Kinder(!) den halben Tag rumzuschnüffeln? Ich versteh das nicht. Kümmer dich einfach um deinen Sohn, rede mit ihm und beschäftige dich mit dem Elan mit ihm mit dem du hier ewiglange Ausführungen schreibst, die den Sinn eines Satzes haben, den ich auch noch aus 10 Sätzen jetzt finden muss.
Ich bin der Meinung, dass ich schon min. einmal erklärt habe, weshalb die Mitarbeit beendet wurde, aber da mir die Zeit fehlt alles zig mal durchzulesen, schreib ich’s noch mal kurz: Im Gruppenchat habe ich mir sehr viel Mühe gegeben eine Lösung für die Hilfesuchenden zu finden. Da war es schon störend, wenn dann von den anderen Beratern immer wieder Fragen kamen, die nicht immer zur Lösung führen. Ich meine, solche Chats sind nicht für Smalltalk gedacht.
Dann habe ich ebenso Fragen im Beraterchat gestellt neben dem Gruppenchat, hab auch versucht da irgendwie mich zu integrieren, aber meine Beiträge waren alle wie unsichtbar, dachte wirklich erst ein ein techn. Problem, aber da die Hilfesuchenden meins ja lesen konnten, war das nicht der Fall.
Nagut, ich hatte ja einen “Vertrauensberater” oder wie sich das nannte an den ich mich dann wandte und mein Gefühl äußerte, das ich von diesem Chat hatte. Statt sich da wirklich drum zu kümmern, meinte er nur “Ach, das kann nicht sein. Das kommt dir nur so vor.” So und wenn man völlig ignoriert wird und das dann mein Hirngespinst sein soll, frage ich mich, was das mit Verständnis zeigen etc. zu tun hat, was sich die kids-hotline ja angeblich so auf die Fahnen geschrieben hat. Deshalb habe ich ihm dann noch mal geschrieben, dass ich mir absolut sicher bin, dass es mir nicht nur so vorkam als ob.
So, darauf kam keine Antwort. Dafür aber von der Leiterin zwei Tage später eine Mail, das ich nicht länger Mitarbeiter bin, da ich nicht ins Team passe. Auf Nachfrage erfuhr ich dann, dass die Mail an den VERTRAUENSberater einfach mal eben weitergeleitet wurde.
Das bringt mich zu dem Schluss, dass dort nicht gute Arbeit zählt, denn dieses Lob habe ich trotz allem noch von ihr erhalten, sondern eher bedingungsloser Gehorsam und immer schön der Meinung der Leitung zu sein. Für mich ist diese Führung von freiwilligen unbezahlten Mitarbeitern ohnehin eine Frechheit und noch dazu völlig veraltet.
So, und jetzt geh bitte endlich mal auf das erste Beispiel ein nachdem ich es nun ausführlich erklärt habe. Ebenso bitte auf das zweite, denn da habe ich nichts hinzuzufügen und meine Meinung, die ich dazu sehr wohl im Artikel äußere, verschleiert keine Tatsachen, es gibt da nicht mehr zu erzählen.
Zitat:
“Mein Gott” (lehne ich als Anrede ab! Also:) Bernd, du bist Vater, hast einen Job, einen Sohn und hast dann nichts besseres zu tun als bei Hilfesuchstellen für Kinder(!) den halben Tag rumzuschnüffeln?”
Woher hast du wahrheitsliebender Daniel eigentlich die Information, dass ich “den halben Tag” damit verbringe, mir Probleme anderer Kinder anzuschauen?
Was bringt dich zu der Auffassung, dass es sich hierbei um “rumschnüffeln” handelt?
Wieso fügst du deiner Bewertung noch (mit Ausrufezeichen) hinzu, dass es ja dort um Probleme von “Kindern!” geht?
Schau dir an, worum sich kids-hotline kümmert:
Zitat:
“für Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 21 Jahren.”
In diese Gruppe fallen meine Söhne auch (16 und 14).
Ein Alter übrigens, in dem die Jugendlichen sich immer schwerer damit tun, uns Alten in ihre Probleme einzubeziehen.
Und ich darf dir versichern, dass es uns drei um einiges mehr Offenheit gebracht hat, seitdem ich mit ihnen Beispiele aus den Online-Beratungen besprochen habe!
Das Tolle dabei: Wenn ich ihnen anonyme Beispiele von verzweifelten Jugendlichen zeige und z.B. kommentieren kann “nichts würde mich trauriger machen, als wenn ich jemals erfahren müßte, dass ihr eher an einem Problem zerbrecht, als dass ihr mit uns redet”
klingt irgendwie anders, als wenn ich jedes mal, wenn ich nicht weiß, womit sie sich herumschlagen, frage: “was ist los mit Dir?”.
Der Satz “Du kannst über alles mit mir reden” findet bei den Kids dort seine (Vertrauens-)Grenzen, wo sie uns das Verständnis absprechen.
Und deshalb diskutiere ich mit meinen Söhnen ab und zu über Probleme, die sie auch ihrem Alter irgendwann einmal betreffen könnten, um ihnen nicht mit lästigen direkten Fragen und Nachbohren auf den Keks zu gehen.
Sondern durch meine dazu geäußerte Meinung zu signalisieren, dass auch dieses Problem mir nicht fremd ist.
In der Pubertät wird alles ausprobiert. Die Jugendlichen sind auf dem Weg, sich zu finden.
Sie gehen davon aus, dass nicht die Hälfte davon durch uns Eltern wirklich verstanden wird. Deshalb erzählen sie uns nichts.
Daniel, schau dir die Probleme selbst einmal an (ohne dass ich dir unterstellen würde, du schnüffelst!
Wieviele der Themen würdest du für dich und deine Familie von vornherein ausblenden, da es nicht möglich sein kann, dass es deine Kinder betreffen könnte, ohne dass du davon weißt?
Drogen? Selbstmordgedanken? Homosexualität?
Ich habe versucht, dir zu zeigen, dass es andere Sichtweisen zu fast jedem Sachverhalt gibt.
Mein Stil ist weniger der “Tatsachenbericht” sondern mehr “die Erörterung”:
Schaue dir beide Seiten an, sobald dir jemand nur die eine erzählt.
Und werde sehr kritisch, wenn die erzählte Seite und die dazugehörige Meinung mit dem Mißerfolgs-Erlebnis des Schreibenden im Einklang steht.
Einen “Tatsachenbericht” kann ich als solchen nur gelten lassen, solange keine “Emotionen” des Schreibers erkennbar sind.
Werde glücklich mit deinen Scheuklappen!
Du hast das Schlußwort!
Ich verspreche dir, ich werde es nicht mehr kommentieren!
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