14 Dez
Der massive Stellenabbau Deutschlands Krankenhäuser scheint kein Ende zu nehmen. Laut der Deutschen Krankenhausgesellschaft mussten deutsche Krankhäuser, besonders im Pflegebereich, bundesweit 15.000 Arbeitskräfte einbüßen. Auch das darauffolgende Jahr werde keine entlastenden Tendenzen aufweisen: „Wir werden weiter Kürzungen beim Personal vornehmen müssen“, so Pressesprecher Holger Mages. Schon im Jahr 2006 wurden 4000 Jobs gestrichen.
Letztendlich sind es die Patienten, die von den überlasteten Krankenschwestern und den Pflegern nicht die nötige Zuwendung bekommen und darunter zu leiden haben: „Die Pflegekräfte kommen auf Grund der Arbeitsverdichtung immer weniger dazu“, gab Mages zu.
Neben der Überlastung sieht Mages in den Auswirkungen Gesundheitsreform einen entscheidenden Grund für den hohen Stellenabbau. In diesem Jahr würden Tarifanhebungen, Preissteigerungen und die Explosion der Energiepreise zu einer Kostenerhöhung von 2,5 Milliarden Euro geführt haben. Ein Drittel aller deutschen Krankenhäuser schreibe bereits rote Zahlen, ein weiteres Drittel sei gefährdet. Nachdem im Jahre 2007 rund zwei Milliarden Euro fehlten, würden auch im kommenden Jahr weiterhin essenzielle Gelder fehlen. Nach Aussage des Pressesprechers sind besonders die freien und öffentlichen Träger betroffen, die privaten werden jedoch die Folgen des Arbeitsplatzabbaus zu spüren bekommen.
Foto: Michael Bührke
Quellenhinweis: SWR.de
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