10 Dez
Das Jahr 2007 soll mit den Fragen engagierter Bürger und den Antworten der Berliner Politiker abgeschlossen werden. Dieses Angebot wurde dankend entgegengenommen und es sind zahlreiche kritische Fragen an den Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU), den Fraktionsvorsitzenden der Linksfraktion Gregor Gysi (Die Linke), die Bundesministerin für Gesundheit und Soziale Sicherung Ulla Schmidt (SPD) und an den Bundesminister für Verteidigung Franz Josef Jung (CDU) eingegangen.
Die Live-Sendungen vom ARD-Morgenmagazin und dem ARD-Mittagsmagazin, moderiert von Sigmund Gottlieb und Jörg Schönenborn, werden am 12. und 13. Dezember um 7:30 Uhr und 13:00 Uhr übertragen. So wird sich Ulla Schmidt mit Fragen wie „Warum müssen 18-jährige Schüler ohne eigenes Einkommen Praxisgebühr zahlen?“ in der Sendung auseinandersetzen müssen. Nach den Schlagzeilen zum Thema „Vorratsspeicherung“ forderte ein Bürger Wolfgang Schäuble als einen bekannten Befürworter dazu auf sich über den Verbleib der Daten und über die Kontrolle und Zuständigkeit für eine Löschung der gespeicherten Informationen zu äußern. Auch der momentan diskutierte Mindestlohn und die Manager-Gehälter werden ein Thema im ARD-Mittagsmagazin, zusammen mit Gregor Gysi, sein.
Foto: Analog Berliner
Quellenhinweis: ARD.de
1 Dez
Am Samstag, den 30.November 2007, wurden die Ergebnisse des Pisa-Bildungsvergleiches zusammengefasst und werden am Dienstag in Berlin präsentiert. Die „Stuttgarter Zeitung“ gab vorzeitig die Resultate, welche erneut nicht zufriedenstellend sind, bekannt. In Fächern wie Lesen und Mathematik belegen die deutschen Schüler von den 30 OECD-Staaten weiterhin nur den 14. Platz. Dabei bilden Korea mit 565 Punkten, Finnland mit 547 und Kanada mit 527 erreichten Punkten die Spitze der Rangliste im Lesen. Auch in der Mathematik liegen Finnland und Korea ,sowie auch die Niederlande auf dem 3. Platz mit einer Punktzahl von 531, weit vor Deutschland. Das offizielle OECD-Ranking aller 57 Teilnehmerstaaten wird jedoch vorerst geheim bleiben.
Nicht alle sehen die deutschen Resultate als negativ an, so auch Manfred Prenzel, Leiter des deutschen Pisa-Konsortiums. „Nachweisbare Verbesserungen“ wären vor allem in den Naturwissenschaften bei der Gruppe der 15-Jährigen ersichtlich und auch die soziale Gerechtigkeit in den Schulen wäre als durchaus positiv zu betrachten, denn „die Befunde zeigen eine Lockerung des Zusammenhangs zwischen sozialer Herkunft und Kompetenz“, berichtete Prenzel. Dennoch ist das Gefüge zwischen dem elterlichen und schulischen Erfolg, wie in den Vorjahren, zu stark ausgeprägt.
Das Ziel allen Menschen in ihrer Schullaufbahn gleiche Chancen zu ermöglichen, ist bislang noch nicht erreicht. Söhne oder Töchter von Akademikern haben auch künftig 2,7-mal größere Chancen, an einem Gymnasium unterrichtet zu werden, als die Kinder von Facharbeitern. Im Jahr 2000 lag dieses Verhältnis allerdings noch bei 4,2 zu 1 – eine Besserung ist daher definitiv erkennbar.
In dem Migrationshintergrund einiger Kinder sehen Fachleute ein weiteres Problem, denn diese schneiden im Gegensatz zu ihren deutschen Mitschülern in den Naturwissenschaften im Durchschnitt 73 Punkte schlechter ab. Die Analysen der Pisa-Studie haben innerhalb der verschiedenen Migrantengruppen weitere Differenzierungen herausgestellt. So liegen Ausländerkinder der zweiten Generation 95 Punkte hinter den Deutschen, Migrantenkinder der ersten Generation mit 79 Punkten und die Schüler, bei denen lediglich ein Elternteil aus einem anderen Land stammt, verzeichnen eine Leistungsdifferenz von nur 25 Punkten Rückstand.
Trotz diesen auftretenden Problemen erkennt Prenzel nennenswerte Verbesserungen: „Betrachtet man auf internationaler Ebene, was sich in den OECD-Staaten an Entwicklungen seit Pisa 2000 ergeben hat, dann fällt Deutschland positiv auf“, denn andere Staaten hätten sich in diesem Jahr verschlechtert.
Foto: S. Hofschlaeger
Quellenhinweis: FAZ.net
29 Nov
Die Ergebnisse einer Studie der University of Michigan haben ergeben, dass Spiele durchaus ein Gefährdungsfaktor für Gewalttaten darstellen. Diese Analyse bezieht sich auf Schlussfolgerungen von Untersuchungen und Experimenten der letzten 50 Jahre, welche den Einfluss von Filmen, dem Fernsehen und den Computer- und Videospielen erforschten. Laut den Aussagen eines Professors ist die virtuelle Gewalt ein Risikofaktor, denn 60 Prozent aller Fernsehsendungen enthalten Gewalt, 40 Prozent davon sind besonders schwere Fälle. Dies würde das Verhalten von Erwachsenen und Kinder stark beeinflussen und die Aggressivität eines Menschen fördern. Immerhin besagen die Ergebnisse, dass bereits in 83 Prozent der US-Haushalte Videospiele vorzufinden sind.
Einige Wissenschaftler glauben, dass einzig und alleine das Rauchen und die damit verbunden Folgen eine größere öffentliche Gefährdung darstellen würde als die Auswirkungen der Computerspiele. Erwähnenswert wäre, dass die Mehrzahl der Studien keine Beweise für die Gewaltförderung von Videospielen ergründen konnte. Erst im vorigen Jahr veröffentlichte die Freie Universität in Berlin eine Doktorarbeit, in der keine Nachweise derartiger Gefährdungen enthalten sind. Besonders Kritiker betonen, dass die Beliebtheit und die Nähe zur Realität der Videospiele immer mehr und mehr zunehmen und dennoch ein starker Rückgang von gewaltsamer Kriminalität in den USA zu verzeichnen ist.
Foto: Markus Hein
Quellenhinweis: 4Players.net