„Bezahl, was du willst!“

Bezahl, was du willst!Seit Jahren sinken die CD-Verkaufszahlen erheblich, bedingt durch Musik-Downloads bei illegalen Tauschbörsen, wodurch jährlich Verluste im Millionenbereich für die Musikindustrie entstehen. Nun sind es die die Stars selbst, die der gewinnsüchtigen Musikindustrie mit eigenen Aktionen entgegensteuern.

Thom Yorke, Radiohead-Sänger, veröffentlichte das neuste Album seiner Band „In Rainbows“ als Gratis-Download im Internet. Die Fans und Journalisten feiern Yorke als den „Retter der Popmusik“ und begeistern sich für den Kampf gegen die Plattenindustrie und ihre Machenschaften. Bisher beanspruchten die Plattenlabels das Eigentumsrecht der produzierten Songs – die Musiker bekommen lediglich eine Umsatzbeteiligung an den verkauften Alben und Singles. Nachdem der Vertrag mit dem Major-Label „EMI“ ausgelaufen war, nutzte die englische Band die Gunst der Stunde und stellte ihr neues Album ins Internet. Unter dem Motto „Bezahlt, was ihr wollt!“ war es möglich bei Gefallen für das Album einen frei gewählten Betrag zu überweisen.

Inzwischen ist die Aktion beendet und etwas weniger als die Hälfte der heruntergeladenen Alben wurden von den Radiohead-Fans bezahlt. Im Durchschnitt zahlten die Interessierten 3 Euro, welche vollständig dem Künstler zukommen. Unterdessen scheint sich diese Möglichkeit der Veröffentlichung herumzusprechen, denn auch die britische Band „Artic Monkeys“ brauchte hierfür keine Plattenfirma. Nachdem sich das eingestellte Debüt-Album zum kostenlosen Download schnell herumsprach, bekam die Band von der Musikindustrie einen Plattenvertrag und ihr Album wurde als „Zweitpressung“ per CD auf den Markt berühmt.

Vor 25 Jahren erfuhr die CD noch einen kommerziellen Durchbruch, heute scheint sie nicht mehr als alleiniges Medium für den Musikverkauf verwendbar zu sein. Sollte die Musikindustrie nicht reagieren, so könnten schon bald düstere Zeiten bei der zukünftigen Vermarktung anbrechen, da der CD-Verkauf bislang die Haupteinnahmequelle darstellt.

Foto: Nunmanichsoschnell/Pixelio.de
Quellenhinweis: BR-online

12-jährige macht St. Wendel berühmt

Jennifer HabenDie zwölfjährige Jennifer Haben – genannt Jenny – ist vor allem im Saarland, rund um ihre Heimatstadt St. Wendel sehr bekannt. Ihre große Leidenschaft ist die Musik, die sie als Frontsängerin mit ihrer eigenen Band „Speed“ oder mit Instrumenten wie Saxophon, Gitarre, Geige oder Keyboard genießt. Ihre zwei größten Träume sind es eine eigene CD aufzunehmen und ihr Abitur erfolgreich zu absolvieren. Inzwischen ist Jenny nicht nur innerhalb des Saarlands und Umgebung bekannt, sondern auch schon in ganz Deutschland.

In einem Alter von zehn Jahren engagierte sie sich an dem RTL Spendenmarathon 2005. „Deutschland sucht den Superstar“ – Gewinner der ersten Staffel Alexander Klaws überraschte die Zwölfjährige in einem St. Wendeler Café und teilte ihr mit, dass er mit ihr zusammen ein Lied aufnehmen möchte. Neben Ayman, Banaroo, den Lollipops, DJ Ötzi, Jess, US5 und Lukas Hilbert war also auch Jenny zusammen mit Alexander Klaws mit ihrem Song „Ich will was tun für dich“ auf der offiziellen CD zum Spendenmarathon 2005 mit von der Partie. Punkt12 berichtete, dass die gesamten Einnahmen der CD “Für alle Kinder dieser Welt” anlässlich des Spendenmarathon 2005 von RTL der Aktion zukommen.

Schon im folgenden Jahr bewarb sich Jenny mit einem sehr eindrucksvollen Bewerbungsvideo bei einem Casting für die Sendung „TV Total“ auf ProSieben. Bei diesem Auswahlverfahren wurde eine Band aus jungen Bewerbern zusammengestellt, die die Show eine Woche musikalisch begleiten sollte und somit die Band „Heavytones“ ersetzte. Das Bewerbungsvideo beinhaltete nicht nur einen Vorgeschmack auf ihr Spielen mit dem Saxophon, sondern zusätzlich eine gesangliche Darbietung von „I Will Always Love You“ von Whitney Houston. Das verschaffte ihr die Möglichkeit ihre instrumentalen Talente in der Sendung gegen die 12 Jahre alte Fabia und den 11-jährigen Lukas unter Beweis zu stellen. Sie spielte “Wake me up before you go-go” und “Pink Panther”. Die Entscheidung lag bei den Zuschauern, die sie in die Band der “Heavytones-Kids“ wählten. Nach der Demonstration ihrer gesanglichen Qualitäten im Bewerbungsvideo bekam Jenny die Chance zu singen. Mit dem Titel „My Heart Will Go On“ von Céline Dion konnte sie das Publikum mitreißen und begeistern. Die Heavytones-Kids bekamen unter anderem die Gelegenheit den Gewinner der zweiten Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ Tobias Regner kennenzulernen und mit ihm gemeinsam seinen Nummer-Eins-Hit “I Still Burn” zu proben und in der Show zu präsentieren.

Anfang 2007 erweiterte sich Jenny’s Präsens über das Internet auf Clipfish.de. Dort kann man sich optisch und akustisch ein Bild von Titeln wie “And I Am Telling You” von Jennifer Holiday oder „You Light Up My Life“ von Leanne Rimes – präsentiert von Jenny selbst – entwerfen. Ein neues Medium – das Internet – erobert zu haben, sollte ihr noch im selben Jahr zu Gute kommen.

Als sie sich Mitte des Jahres bei dem KiKa-Casting zur „Besten Stimme 2007“ bewarb, sang sie sich gegen mehrere hundert Bewerber bis ins Finale. Dort präsentierte sie unter anderem „My Happy Ending“ von Avril Lavigne und ihren Lieblingssong “I Will Always Love You” von Whitney Housten. Mit diesen Titeln musste sie sich gegen die vierzehnjährige Helena und die Zwölf Jahre alte Anna durchsetzen. Erneut hatte das Publikum die Qual der Wahl. Jedoch war Jenny für 73,5 Prozent von insgesamt rund 44.300 Anrufern – darunter einige Clipfish-Nutzer – die klare Favoritin und durfte sich ab sofort „Beste Stimme 2007“ nennen. Anlässlich des gewonnenen Wettbewerbes reiste Jenny zusammen mit der „KiKa-Sommertour 2007“ durch Deutschland. Dort präsentierte sie im Duett mit Bach Tran den Titelsong der neuen Aktion von KiKa – „Ein Platz für Helden“.

Man darf also schon heute vermuten, dass man von der zwölfjährigen Jenny in Zukunft noch mehr hören und lesen wird. Alle weiteren Informationen, sowie vergangene und zukünftige Auftritte sind unter www.jennii.de erhältlich.

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    Foto: S. Hofschlaeger

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