Benzin: „Ausverkauft!“

Benzin ausverkauftIn den letzten Tagen war zunehmend ein Sinken der Benzinpreise zu spüren, sodass die Tankstellen von den Kraftfahrern regelrecht „überrannt“ wurden. Unfassbar erscheint dabei, dass laut Aral-Sprecher Ulrich Winkler an ca. 60 Prozent der Tankstellen der Vorrat an Benzin ausverkauft war. „Alle Gesellschaften belauern sich“, sagte Shell-Sprecherin Cornelia Wolger und der Preiskampf würde besonders in Hamburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und dem Frankfurter Raum für Super- und Normalbenzin stark unter Druck stehen. Ursprung dieses Preiskampfes ist die Erhöhung des Kostenabstands der Ölkonzerne in der vorigen Woche zwischen Super- und Normalbenzin.

„Nicht auskömmlich“, so bezeichnete Aral-Sprecher Winkler die aktuellen Preise in den „Kampf-Regionen“. Dort leidet die Industrie unter dem hohen Preisunterschied. Die Dieselpreise sind bislang von den aufkommenden Problemen nicht betroffen. Laut Shell lagen die durchschnittlichen Preise bundesweit für Super bei 1,36 Euro und für Diesel bezahlte bezahlten die Kraftfahrer einen Durchschnittspreis von 1,30 Euro.

Obwohl ein Preiskampf entbrannt ist, kann dennoch von einem vergleichweise hohen Spritpreis gesprochen werden, denn noch 1991 zur Wiedervereinigung zahlten die Verbraucher beim Benzin rund 75 % weniger und auch die Kosten für den Diesel haben sich mittlerweile verdoppelt. Dies berechnete jedenfalls das Institut für deutsche Wirtschaft – auch IW genannt. Bedingt durch die sich annähernde Inflation fallen die Preisanstiege niedriger aus – beim Superbenzin beträgt die Kostenerhöhung dagegen 30 Prozent und beim Dieselpreis 50 Prozent. Auch der umweltfreundlichere, niedriger ausfallende Verbrauch der Fahrzeuge im Gegensatz zu den 90er Jahren dürfte als kostensparender Faktor nicht außen vor gelassen werden. Im Jahr 2006 kostete eine Fahrt von 100 Kilometern laut Institut mit einem Benziner 10,70 Euro, demnach 14 Prozent mehr als 1991. Hingegen zahlten die Dieselkraftfahrer für eine Strecke von 100 Kilometern 7,72 Euro, folglich ein Drittel mehr als 15 Jahre zuvor.

Foto: melle-regi
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  • Als „Teuro“ entlarvt

    alles wird teurerDas Gefühl, dass alles teurer zu werden scheint, hat sich nun bestätigt. „Das ist die höchste Teuerungsrate seit Februar 1994“, stellte man auf der Basis von Ergebnissen in sechs Bundesländern fest. Besonders die Preiserhöhungssprünge für Benzin, Heizöl und Lebensmittel sind stark angestiegen. Im November vergangen Jahres lagen die Verbraucherpreise noch 3 Prozent niedriger als aktuell. Allein im September und im Oktober sind die Lebenserhaltungskosten um 2,4 Prozent erhöht worden. Auch der Monatsvergleich mit einer Preiserhöhung von 0,4 Prozent sprengte alle Erwartungen.

    Anhand der Resultate aus den ersten sechs Bundesländern ist eine Preisbelastung der Verbraucher von 25,9 Prozent für Heizöl im Vergleich zum November 2006 hinzugekommen. Auch die Benzin- und Dieselpreise erklimmen die Preisspitzen mit einer Verteuerung von einem Fünftel mehr als im Vorjahr. Selbst bei essenziellen Nahrungsmitteln wurden die Preise um bis zu sieben Prozent angezogen – das belastet die deutschen Haushaltskassen.

    Experten sehen die Gründe für die hohen Preissprünge bei Benzin, Diesel und Heizöl im unaufhörlichen Wachstum des Ölpreises, welcher bereits an die 100 Dollar je Barrel grenzt. Eine Entlastung erfolgte bei kostengünstigeren Reisen, so sanken die Preise für Pauschalreisen um 6,4 Prozent und die Kosten einer Ferienwohnung nahmen um 7,3 Prozent ab. Diese sollte sich jedoch im Vergleich zu den angeheizten Preisen für lebensnotwendige Nahrungsmittel wie Milch oder Butter auf den globalen Märkten kaum bemerkbar machen.

    Foto: S. Hofschlaeger
    Quellenhinweis: ARD.de

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  • „Maßvolle Erhöhung“ beim TÜV

    TÜV wird teurerDer TÜV plant im nächsten Jahr eine Kostenerhöhung der Hauptuntersuchung aller Autos. Zwischen drei und vier Euro wird der TÜV den Autofahrern mehr kosten. In einem Interview der „Rheinischen Post“ gab Bruno Braun, Vorstandsvorsitzender des TÜV Rheinland, bekannt, dass der Antrag zur Kostenerhöhung bereits eingereicht wurde und das nur noch die Genehmigung der Bundesregierung ausstehe. Laut des TÜV-Sprechers fällt die Entscheidung noch im Dezember dieses Jahres. Die „maßvolle Erhöhung“ sei nötig, da der Kostendruck zunehmend größer wird und der Preis von 48 Euro für die Hauptuntersuchung bereits 10 Jahre lang nicht gestiegen ist.

    Weiterhin sollen alle Autobesitzer zukünftig zu einer jährlichen Hauptuntersuchung verpflichtet werden, sofern das Auto älter als sieben Jahre ist. Aussagen des TÜV-Vorstandsvorsitzenden zu Folge sei das Durchschnittsalter der zugelassenen Autos in den letzten Jahren gestiegen. Immerhin sollen 21 Prozent der Autos, die ein Alter von mehr als 8 Jahren verbuchen, erhebliche Sicherheitsmängel aufweisen und bei Autos, die älter als 11 Jahre sind, steigt die Häufigkeit auf 29 Prozent. Zurzeit muss die Hauptuntersuchung nach spätestens 2 Jahren erneut durchgeführt werden, bei Neuwagen sind es dagegen 3 Jahre.

    Quellenhinweis: ARD.de

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