Partnerwahl – was Frauen wollen

Partnerwahl – was Frauen wollenImmer häufiger sind Männer in Beziehungsfragen verunsichert und suchen nach Antworten: Was wollen die Frauen eigentlich? Wie bereits zu erwarten ist, umfasst die Partnerwahl der Frauen eine hohe Anzahl an kleinsten Kriterien. Neuste wissenschaftliche und statistische Analysen geben nun Auskunft über all diese Kriterien, die Frauen überzeugen sollen.

Selbstverständlich spielt das Aussehen eine entscheidende Rolle bei der Partnerwahl, beeindrucken Männer damit nicht, so besteht nur selten ein Interesse die inneren Werte des Mannes näher kennenzulernen. Während Männer schon in den ersten Augenblicken besonders großen Wert auf äußere Merkmale wie Körperbau, glänzende Augen, glatte Haut und eine manigfaltige Gestik, welche auf Aktivität, Gesundheit und einen hohen Reproduktionswert hinweisen, legen, verzeihen Frauen oftmals kleine Makel an ihrem möglichen Partner. Dennoch sollten Männer stets auf ein gepflegtes Äußeres achten. Insbesondere können Männer mit einer athletischen Figur, breiten Schultern und einem markanten Kinn punkten. Aber auch akustisch kann eine Frau überzeugt werden: Durch eine klangvolle Nachrichtensprecherstimme, welche Dominanz, Zuverlässigkeit und Durchsetzungsfähigkeit versprechen lässt, können äußerliche Mängel ausgeglichen werden. Gründe dafür sind evolutionsbiologischer Herkunft: Frauen wählen unbewusst „echte Kerle“ mit einem hohen Testosteronspiegel, die als Familienväter in Frage kommen und Schutz und Geborgenheit vermitteln. Machos und „Softies“ sowie Männer mit protzigen Autos und teuren Uhren stehen allerdings an letzter Stelle bei der Partnerwahl.

Im Zuge eines Experiments sollten Testpersonen den sympathischsten Mann nach ihrem Ermessen auswählen. Die meisten Frauen wählten ihr eigenes Gesicht, welches am Computer verändert und mit maskulinen Gesichtszügen ausgestattet wurde. Eine aktuelle Studie der Online-Partnervermittlung ElitePartner.de besagt, dass Humor, Bildung und Treue höchste Priorität bei der Partnersuche sei. So bevorzugen etwa 70 Prozent der Frauen Männer, die sich nicht zu wichtig nehmen und auch Witze über sich selbst machen können. Diese Eigenschaften vermitteln der Frau eine „perfekte Beziehung“ in der Zukunft: „Frauen wünschen sich emotionale Nähe und Sicherheit, einen guten sozialen Status und positiven Lebensmittelpunkt als Gegenentwurf zum stressigen Alltag. Dafür sind diese drei Eigenschaften von großem Wert. Humor schafft Optimismus, Bildung erhöht die Wahrscheinlichkeit auf einen guten Job, und Treue sorgt für ein Gefühl von Geborgenheit und Nähe“, begründet die Diplom-Psychologin Lisa Fischbach von Elite-Partner.de. Komplimente, die auf Schönheit, Intelligenz und den Charme der Partnerin anspielen, sind besonders gefragt.

Trotz der gesellschaftlichen Umstrukturierung und der Emanzipation in den letzten 50 Jahren sind es zumeist Ehrlichkeit, Freundlichkeit, gute Manieren, Ehrgeiz, Kinderliebe, Rücksichtnahme, Zuverlässigkeit und die Fähigkeit zuzuhören und ähnliche Charakterzüge mit denen die Männer Punkte sammeln können. Rund 84 Prozent aller Frauen wünschen sich mehr Einfühlsamkeit von ihrem Partner und ein offenes Ohr, wenn es um Liebesglück oder Liebesleid geht. Fast ein Drittel der weiblichen Partner fühlt sich von ihren Männern mit der Kindererziehung alleine gelassen. Eine Stunde und zwölf Minuten beschäftigen sich deutsche Väter im Durchschnitt mit kleineren Kindern, später nur noch rund 53 Minuten und nur etwa 2 Prozent aller männlichen Partner nehmen Erziehungsurlaub. Auch mit der finanziellen Unabhängigkeit der Frauen bevorzugen sie Männer, die ihnen in Bezug auf Bildung und Einkommen überlegen oder gleichgestellt sind, stellte der Bamberger Soziologie-Professor Hans-Peter Blossfeld heraus. Selbst wenn die Frau die Hauptverdienerin ist, hat es den Anschein als sei es umgekehrt. Während die Frauen einen sozial gut gestellten „Ernährer“ suchen, legen Männer weniger Wert auf den sozialen Status: „Dass ein Arzt eine Krankenschwester heiratet, ist durchweg normal. Eine Ärztin mit einem Pfleger hingegen sehr ungewöhnlich und gesellschaftlich wenig angesehen.“, meint Blossfeld. Typisch ist es für Frauen ältere Partner zu wählen, meist 2 bis 5 Jahre über ihrem eigenen Alter. Paare mit einem sehr großen Altersunterschied sind heute keine Seltenheit mehr, bleiben jedoch die Ausnahme.

Die Partnersuche betreibt die „moderne Frau“ heute aktiver als noch vor 20 Jahren. In der Zwischenzeit sind Frauen wesentlich selbstbewusster geworden und beteiligen sich mit einer größeren Gelassenheit: „Allein zu leben bedeutet heute kein gesellschaftliches Stigma mehr. Für kurze Zeit macht es vielen sogar Spaß. Anders als die meisten Männer kommen Frauen prima damit klar. Sie haben in der Regel ein hervorragendes soziales Netz, das ihnen Geborgenheit vermittelt, enge Beziehungen zu ihren Freundinnen und genügend Möglichkeiten, sich auch verbal auszutauschen.“, glaubt auch Fischbach. Weiterhin sollten sich Männer auf eine schwache Kompromissbereitschaft einstellen, wenn es darum geht, dass Frauen aufgrund ihrer neuen Beziehung wichtige Aspekte ihres Lebens aufgeben müssten. So sind es nur sieben Prozent der weiblichen Singles, die für eine neue Partnerschaft alte Freunde und Bekannte vernachlässigen würden und nur etwa fünf Prozent, die für einen neuen Mann ihren Job opfern würden. Im Alter von 55+ sinkt die Kompromissbereitschaft auf ein Minimum herab. Rund 13 Prozent sehen sogar vollständig von Kompromissen ab. Auch das Zusammenwohnen ist für Ältere oft kein Muss – gemeinsame Unternehmungen und gemeinsam in den Urlaub fahren, spricht sie häufig mehr an.

Alles in Allem verfällt der moderne weibliche Single nicht in Zeitdruck und glaubt sich einen Partner suchen zu müssen. Vielmehr suchen sie die große Liebe und geben sich hierfür die nötige Zeit, um den Richtigen zu finden.

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Quellenhinweis:
Elle
Berlinonline
Wikipedia

Online-Durchsuchungen Bayern will nicht wartenAuf das Verfassungsurteil der Karlsruher Richter, welches im Frühjahr dieses Jahres erwartet wird, zu dem kontroversen Thema „Online-Durchsuchungen“ will Bayern nicht länger warten. „Wir warten nicht mehr“, verkündete der Landesinnenminister Joachim Herrmann gegenüber des Magazins „Focus“.

Der Freistaat plant im Alleingang eine Durchsetzung für das Ausspähen von Computern. Noch im Februar soll der Gesetzesentwurf vorgelegt werden, wodurch die bayrischen Behörden einen Einblick in die Festplatten fremder Computer bekommen – „unabhängig von etwaigen Entscheidungen in Berlin.“

Bayerns angekündigter Alleingang erfuhr bereits heftige Kritiken seitens der FDP-Bundestagsfraktion: „Es zeugt von großer Respektlosigkeit gegenüber dem Bundesverfassungsgericht“, so FDP-Innenpolitiker Max Stadler. Dennoch sieht es der bayrische Innenminister nicht vor noch länger auf eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts abzuwarten, denn die Gefahr „terroristischer Anschlagsplanungen im Internet“ sei nicht virtuell, „sondern sehr real“, meint Herrmann.

Zustimmung findet Herrmann bei seinem Amtskollegen auf Bundesebene, Wolfgang Schäuble. Vor kurzem verkündete Schäuble eine Verschärfung der Sicherheitsgesetze, konnte jedoch die SPD als Koalitionspartner nicht von seinem Vorhaben überzeugen. Er fordert mit seinem Gesetzesentwurf in besonderen Fällen eine Aufhebung des Abhörschutzes für Priester, Rechtsanwälte und Abgeordnete. Der Vorschlag werfe laut Justizministerin Brigitte Zypries „ernste verfassungsrechtliche Fragen auf“ und die Umsetzung sei in der Praxis eher zweifelhaft, so heißt es in einem vom „Tagesspiegel“ veröffentlichten Brief von Zypries an Schäuble. Für die Presseveröffentlichung der neuen Abhörpläne sei die Justizministerin verantwortlich und Schäuble bezeichnet ihr Verhalten als „mutwillige Verletzung vereinbarten Verfahren“ und als „Störung des gedeihlichen Miteinanders.“

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Waffenhandel der Staatsanwaltschaft

Waffenhandel der StaatsanwaltschaftLaut den Informationen eines Berichtes im NDR stellte die Hamburger Staatsanwaltschaft den Online-Verkauf von Messern und Baseballschlägern, die vorhergehend von der Polizei beschlagnahmt wurden, ein. „Das Vorgehen der Staatsanwaltschaft war vollkommen inakzeptabel und spricht sowohl ihrer Rolle als Strafverfolgungsbehörde als auch dem Gedanken des Opferschutzes Hohn“, stellte Justizsenator Carsten Lüdemann heraus. Unter anderem gehörten zwölf Messer „mit Gebrauchsspuren“ zum Angebot der Staatsanwaltschaft. Der Mindestpreis betrug 75 Euro.

Nun forderte die SPD genauere Informationen zu den bisherigen Auktionen. Mit Empörung beurteilte Andreas Dressel, Innenexperte der SPD, die Online-Aktivitäten: „Dass die Staatsanwaltschaft im Internet als Waffenhändler auftritt, ist eine nicht hinnehmbare politische Instinktlosigkeit.“ Schon seit Dezember 2007 gilt an einigen Plätzen in der Hansestadt ein striktes Waffenverbot.

Obwohl es keine rechtlichen Beanstandungen aufgrund der Versteigerungen gebe, sei die symbolische Wirkung sehr negativ, so Rüdiger Bagger, Sprecher der Hamburger Staatsanwaltschaft. Ähnliche Auktionen wurden von der Hamburger Staatsanwaltschaft selbst bis auf Weiteres gestoppt. Die Justizbehörde steht der Korrektur dieses Fehlers mit Erleichterung gegenüber. Dennoch forderte die Behörde einen ausführlichen Bericht des Oberstaatsanwaltes an, um ähnliche Auktionen überprüfen zu können.

Auch die Innenbehörde kann bei einer derartigen Leichtfertigkeit nur mit dem Kopf schütteln: „Wir verhängen Waffenverbote und kassieren Messer und auch Baseballschläger ein – und anschließend kann man diese Teile günstig bei der Staatsanwaltschaft erwerben.“ Offizielle Stellungnahmen gab es seitens der Innenbehörde jedoch nicht.

Foto: Harry Hautumm
Quellenhinweis: NDR.de

Roter Teppich für Computerspiele

Roter Teppich für ComputerspieleDer von Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) geplanten Vergabe eines „Deutschen Computerspielpreises“ für „kulturell wertvolle Computerspiele“ in verschiedenen Kategorien stimmte der Deutsche Kulturrat zu. Spiele mit künstlerischem Anspruch, die gleichzeitig als kulturell und pädagogisch wertvoll gelten, solle somit ein „Roter Teppich“ ausgelegt werden, so der Spitzenverband der Bundeskulturverbände.

Gelten Computerspiele erst als künstlerischer Bereich, wäre es möglich Auszeichnungen zu vergeben und den Spielen hinreichende Förderprogramme aufzulegen. Geschäftsführer Olaf Zimmermann verspricht sich von dem Vorhaben mehr kulturelle Vielfalt in der Computerspielszene. Nach aktuellen Informationen sollen bei der jährlichen Preisvergabe insgesamt bis zu 300.000 Euro vergeben werden.

Die „Computerspiele zum Kulturgut zu erheben“, konnte der Deutsche Musikrat anfänglich nicht gutheißen, denn es sei nur „eine neue Erscheinungsform kultureller Selbstäußerung per ordre de mufti zum Kulturgut zu erklären“, meinte Christian Höppner, Generalsekretär des Musikrates. Die Aufmerksamkeit neben den 6 Prozent Computerspielen mit gewaltverherrlichenden Inhalten zukünftig auf pädagogisch wertvolle Videospiele zu lenken, sei positiv zu werten, jedoch zu früh, glaubt Höppner. Er hält es nicht für angemessen diese Spiele durch Steuermittel zu finanzieren, während „noch immer vielen Kindern und Jugendlichen der Zugang zu einer qualitätsgesicherten und kontinuierlichen musikalischen Bildung verwehrt wird.“

Foto: Jörn Peper
Quellenhinweis: Heise.de

„Streik-TV“ – Ver.di erobert das InternetLaut Informationen des ZDF-Hauptstadtstudios ist ein wöchentliches Fernseh-Magazin namens „Streik-TV“ von der Gewerkschaft ver.di in Planung. Das Projekt ist bereits für den Januar 2008 geplant und soll daher vom ver.di-Bundesvorstand am kommenden Montag unterzeichnet und genehmigt werden.

Aufgrund der Alterung vieler Gewerkschaften soll das Fernseh-Magazin insbesondere die Jugend Deutschlands ansprechen, sowie eine bessere mediale Begleitung des Arbeitskampfes im Jahr 2008, wie zum Beispiel im Einzelhandel, gewährleisten. „Jugendlich“ und „modern“ sind die Stichworte der ver.di-Verantwortlichen für die erscheinende Sendung, welche von professionellen Fernsehjournalisten, die unter anderem bei dem Lifestylemagazin „Polylux“ im RBB mitgewirkt haben, geführt und geleitet wird. Das Budget des Projektes betrachtet ein Insider als „erheblich“. Bereits Anfang Dezember gab es erste Dreheinsätze zum Bundesparteitag in Hannover, bei dem die Journalisten von „Streik-TV“ CDU-Politiker zum Thema Mindestlohn befragten.

Während für neue Formate in der TV-Branche meist größtenteils freie Mitarbeiten arbeiten, wurden die an „Streik-TV“ beteiligten Journalisten fest angestellt. Nach den Informationen des ZDF ist davon auszugehen, dass das Fernseh-Magazin ein langfristiges Projekt der Gewerkschaft ver.di – keinesfalls nur ein Versuch – darstellen wird. Bislang sind lediglich die Planungen des Projektes von ver.di offiziell bestätigt worden – zu Einzelheiten wollte sich die ver.di-Pressestelle zurzeit nicht äußern. Bekannt ist jedoch, dass sich weitere große Gewerkschaften wie die IG-Metall oder der DGB nicht am Projekt beteiligen.

Foto: Stefan Häusler
Quellenhinweis: Heute.de

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  • Tradition statt Online-Durchsuchungen

    Tradition statt Online-DurchsuchungenNachdem das Gesetz für eine sechsmonatige Vorratsdatenspeicherung vom Bundestag beschlossen wurde, verlangt Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) mehr. Online-Durchsuchungen sollen ebenfalls dazu dienen terroristische Anschläge zu verhindern und eine bessere Aufklärung von Kriminalfällen möglich zu machen.

    Der stellvertretende Generalbundesanwalt Rainer Griesbaum entgegnete dem Gesetzesvorschlag einer legalen Online-Durchsuchung mit starken Zweifeln und erklärte, dass dieser kein „Wundermittel“ sei. „Der Ruf nach der Online-Durchsuchung geht oft ins Leere“, verkündete Griesbaum auf dem Triberger Symposium zum Thema „Terrorismusbekämpfung gestern und heute“. Dabei bringt Griesbaum, Leiter der Abteilung Terrorismus bei der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe, an, dass die Wirksamkeit einer Online-Durchsuchung vor einer Umsetzung geklärt sein müsste und verweist auf Fall der Terrorverdächtigen im Sauerland. Die Verdächtigten wechselten regelmäßig ihre genutzten Laptops und ihre Standorte. In diesem Fall wäre ein Ausspähen der Festplatten nicht möglich gewesen und der Gesetzesvorschlag erweist sich hierbei als nutzlos. „Wir stellen im Moment fest, dass dieses abgeschlossene Arbeiten an einem Computer eher die Ausnahme ist“, stellte Griesbaum heraus und die Maßnahme wäre nur erfolgreich, wenn die Täter ihre Vorhaben auf ein und demselben Computer abspeichern.

    Traditionelle Ermittlungsmethoden wie z.B. Hausdurchsuchungen seien dagegen viel effektiver und eine schnellere Auswertung der Bilanzen hält Griesbaum für die bessere Lösung im Kampf gegen den Terrorismus und die Korruption: „Da schlummern wahrscheinlich herrliche Ermittlungsergebnisse“. Zu beachten ist, dass ein effektiver Einsatz derartiger Methoden nur mit der nötigen Ausstattung möglich ist. Daher forderte Rainer Griesbaum dazu auf die Sicherheitsbehörden ausreichend auszustatten.

    Auch der baden-württembergische Justizminister Ulrich Goll (FDP) bemängelte Schäubles Vorschlag die Computer zu überwachen. „In der Hoffnung auf eine Verbesserung der Terrorbekämpfung“ seien seit dem Terroranschlag des 11. September zahlreiche Gesetzesänderungen getätigt worden, jedoch sind nur einige „sinnvoll, viele aber überflüssig“, erklärte Goll. Ebenso gab er in einem Statement bekannt, dass die Vorratsspeicherung, welche er als vermeintliche Wunderwaffe im Kampf gegen den Terror deutete, keine sinnvolle Lösung sei: „Die viel diskutierte Online-Durchsuchung oder die bereits beschlossene Vorratsdatenspeicherung sind Instrumente, die herzlich wenig nutzen, aber viel schaden, weil sie alle friedlichen Bürgerinnen und Bürger unter Generalverdacht stellen. Das lehne ich ab!“.

    Foto: S. Hofschlaeger
    Quellenhinweis: Golem.de

    Nach dem Rauchen folgt das Spiel

    Nach dem Rauchen folgt das SpielDie Ergebnisse einer Studie der University of Michigan haben ergeben, dass Spiele durchaus ein Gefährdungsfaktor für Gewalttaten darstellen. Diese Analyse bezieht sich auf Schlussfolgerungen von Untersuchungen und Experimenten der letzten 50 Jahre, welche den Einfluss von Filmen, dem Fernsehen und den Computer- und Videospielen erforschten. Laut den Aussagen eines Professors ist die virtuelle Gewalt ein Risikofaktor, denn 60 Prozent aller Fernsehsendungen enthalten Gewalt, 40 Prozent davon sind besonders schwere Fälle. Dies würde das Verhalten von Erwachsenen und Kinder stark beeinflussen und die Aggressivität eines Menschen fördern. Immerhin besagen die Ergebnisse, dass bereits in 83 Prozent der US-Haushalte Videospiele vorzufinden sind.

    Einige Wissenschaftler glauben, dass einzig und alleine das Rauchen und die damit verbunden Folgen eine größere öffentliche Gefährdung darstellen würde als die Auswirkungen der Computerspiele. Erwähnenswert wäre, dass die Mehrzahl der Studien keine Beweise für die Gewaltförderung von Videospielen ergründen konnte. Erst im vorigen Jahr veröffentlichte die Freie Universität in Berlin eine Doktorarbeit, in der keine Nachweise derartiger Gefährdungen enthalten sind. Besonders Kritiker betonen, dass die Beliebtheit und die Nähe zur Realität der Videospiele immer mehr und mehr zunehmen und dennoch ein starker Rückgang von gewaltsamer Kriminalität in den USA zu verzeichnen ist.

    Foto: Markus Hein
    Quellenhinweis: 4Players.net

    Propaganda hautnah

    KillerspieleDas Verbot der sogenannten „Killerspiele“ ist längere Zeit nicht mehr das Thema der Bundesregierung. Seit dem Amoklauf in Emsdetten, der vor einem Jahr stattfand, haben sich zahlreiche Berichte, Studien und Aussagen von bedeutenden Politikern und „Fachleuten“ angesammelt. Leider muss man immer wieder feststellen, dass die Medien den Tenor ganz klar für ein Verbot der „Killerspiele“ richten. Dabei verpflichtet sich der ARD zu einer wahrheitsgetreuen und sachlichen Berichterstattung.

    Matthias Dittmayer, unter dem Pseudonym „dImAMadi“, hat nun von seinem Recht der Kritik und Darstellung der Gegenposition Gebrauch gemacht und einige Szenen und Berichterstattungen der Sendungen hartaberfair, Frontal21, Kontraste und Panorama in seinem Video auf Youtube.com aufgegriffen. In den vermeintlich sachlichen Berichten verstecken sich sehr viele Elemente, die allein der Fiktion entsprechen oder nie bewiesen wurden. Das Rollenspiel „World of Warcraft“ wird hierbei als Strategiespiel beschrieben, in welchem man als General, Unteroffizier, Arzt oder Sanitäter in kriegerischen Konflikten strategischen Erfolg erringen möchte. Die Wirklichkeit sieht anders aus. World of Warcraft hat keinen Realitätsbezug, da das Geschehen in einer fiktiven Fantasiewelt spielt. Weiterhin werden Behauptungen aufgestellt, Grand Theft Auto wäre ein Ego-Shooter oder es sei sogar möglich Frauen zu vergewaltigen, sind frei erfunden. Hinzu kam ein Ausschnitt aus dem Spiel „Call of Duty“, welcher den Mord gegen einen feindlichen Spieler zeigt. Der vermeintliche Spieler schießt trotz der Tatsache, dass sein Gegner tot ist noch einige Male auf die Leiche. Eingespielt wird eine Szene eines jungen Computerspielers, welcher lächelt. Dieser äußert in einem Diskussionsforum, dass das Lächeln einer Aussage im Teamspeak galt. Ein Intendant gab in einer Stellungnahme des NRD zu, dass diese „Freude“ des vermeintlichen Spielers eingespielt wurde.

    Diese und viele andere Unstimmigkeiten werden in dem Video auf Youtube.com von Matthias Dittmayer kritisch aufgezeigt und fachlich geklärt. Es wäre jedoch wünschenswert, wenn auch gerade die Politiker, Moderatoren und selbsternannten Experten, welche nur über ein Scheinwissen verfügen, sich dieses Video anschauen würden.

    Foto: Davis Schrapel
    Quellenhinweis: GameStar.de

    Das Internet als Suchtobjekt

    Online-SuchtDie Angebote im Internet bzw. im WWW (World Wide Web) steigen von Jahr zu Jahr deutlich an. Eine Vielzahl von Informationen erleichtert heute den Alltag und ein schneller Austausch wird möglich. Auf der anderen Seite stellten Studien und Untersuchungen in den USA und Berlin heraus, dass ungefähr 10 Prozent der Internet-Nutzer bereits süchtig oder schon stark gefährdet seien. Der Psychologe Thomas Hintz vom Mannheimer Zentralinstitut für seelische Gesundheit vertritt eine Theorie hierzu: „Betroffen sind vor allem junge Leute zwischen 14 und 20 Jahren. Es geht dabei zum Beispiel um Spiele, Chats oder das Spielen mit der eigenen Identität in einer virtuellen Welt“. Die Internetsucht ist vor allem ein Jugendproblem, meint Hintz. Immerhin sind ca. 4 Prozent erwachsende Singles.

    Den betroffenen mangelt es zu meist an mangelnden sozialen Kontakten und einem fehlenden Selbstwertgefühl. Sogar „Offline kreisen die Gedanken um das Internet“, sagte der Mannheimer Psychologe. Die Onlinesucht trat 1996 als Begriff auf, ist jedoch noch heute stark umstritten und ist daher auch nicht offiziell in Deutschland als Krankheitsbild anerkannt. Möglich wäre es die Internetsucht in den Bereich „Impuls-Kontroll-Störungen“ einzuordnen, ähnlich wie die Spielsucht oder die Kleptomanie.

    Eine junge Frau, die von der Internetsucht betroffen ist, beschreibt ihren Tagesablauf folgendermaßen: “Ich leide an Online-Sucht. Meine Familie sind Leute in einer virtuellen Kneipe, geschlafen wird kaum noch. Ich könnte ja im Internet etwas verpassen.” Ansätze von diesen Äußerungen sind auch schon bei Nichtsüchtigen Massenbenutzern des Internets zu finden. Die Nutzerin verbrachte bis zu 40 Stunden wöchentlich im Netz, der „normale“ Internetnutzer hingegen nur 4 bis 10 Stunden pro Woche. Hierbei wird sehr deutlich, dass die Betroffenen im WWW ihr Bedürfnis nach Kommunikation und Bestätigung durch Dritte befriedigen wollen. „Vielen Süchtigen ist ihre Isolation bewusst und sie leiden darunter“, stellte Thomas Hintz fest.

    Eine Therapie muss für eine erfolgreiche Behandlung Alternativen zum Internet bieten und Hintergründe über die fehlenden sozialen Bedürfnisse aufdecken. Kontakte, Bestätigung, Erfolge, Sportvereine, sowie die Beteiligung an anderen Initiativen soll Abhilfe schaffen. Dabei werden häufig auch Vereinbarungen zwischen Therapeut und Patient geschlossen, die Online-Zeiten klar regeln sollen. Die Einhaltung dieser Verträge wäre der erste große Schritt zur erfolgreichen Behandlung.

    Alle weiteren Informationen zur Onlinesucht sind unter www.online-sucht.de zu finden.

    Foto: Harry Hautumm
    Quellenhinweis: Heise.de

    Vorratsspeicherung boxt sich durch

    VorratsspeicherungDie Gelassenheit der großen Koalition in Bezug auf das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung von Telefonaten und E-Mail-Verkehr scheint nicht unbegründet gewesen zu sein. Trotz heftiger Kritiken seitens der Grünen, der FDP und der Linkspartei wurde das Gesetz mit 366 von insgesamt 524 Stimmen der Abgeordneten für rechtskräftig erklärt. Zukünftig soll die Vorratsspeicherung von sechs Monaten zur verbesserten Strafverfolgung dienen, sofern Telekommunikation dabei eine wesentliche Rolle spielt.

    „Bürger werden unter Generalverdacht gestellt“, kritisierte Jörg van Essen, parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Fraktion. Das neue Gesetz verstößt laut der Kritiker gegen das Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Grünen-Rechtsexperte Jerzy Montag bezeichnete den Tag der Entscheidung als „schwarzen Tag für die Bürgerrechte“. Auch Peter Schaar, Datenschutz-Bundesbeauftragter, äußerte schwere Bedenken. Eine totale, generelle Speicherung war vom Bundesverfassungsgerecht nicht zugelassen worden, sondern nur eine Überwachung bei konkretem Verdacht. Der aktuelle Gesetzesentwurf wird wohlmöglich erneut vom Bundesverfassungsgericht geprüft werden müssen.

    Der „Arbeitskreis Vorratsspeicherung“ und die Vertreter von Vertrauensberufen lehnen eine Vorratsspeicherung strikt ab. „Mit diesem Überwachungsgesetzt begründet die Politik eine tiefe Misstrauenskultur gegenüber den Patienten in Deutschland“, prangerte der Bundesärztekammer-Präsident Jörg-Dietrich Hoppe an. Ähnlich wie ein Gespräch zwischen Arzt und Patient sollte ebenso bei Telefongesprächen, sowie dem E-Mail-Verkehr ein „absoluter Schutz“ gewährleitstet werden. Besonders wurde vom „Arbeitskreis Vorratsspeicherung“ kritisiert, dass das Gutachten zur Speicherung von Verbindungsdaten im Auftrag des Bundesjustizministeriums nicht vollständig veröffentlicht wurde. Lediglich die Zusammenfassung wurde dem Rechtsausschuss vorgelegt worden. Eine konkrete Beurteilung sei daher nicht möglich gewesen. Das Max-Planck-Institut für Strafrechtler stellte fest, dass der aktuelle Speicherumfang für Ermittlungen in 98 Prozent der Fälle mit ausreichend sind.

    Vizefraktionschefin Petra Pau (Die Linke.PDS) kündigte zusammen mit 7000 Bürgern eine Verfassungsklage gegen das Gesetz zur Vorratsspeicherung an, gefolgt von einer Gruppe FDP-Bundesabgeordneter, die ebenfalls in Karlsruhe protestieren werden. Der „Arbeitskreis Vorratsspeicherung“ ruft zu Internet-Protesten auf. Homepagebetreiber sollen mithilfe von Bannern ihren Protest gegen das Gesetz öffentlich kundtun. Es ist an der Zeit, dass das Volk selbst bestimmt, wie viel es von ihrer Privatsphäre preisgeben wird.

    Foto: Tobias Bräuning
    Quellenhinweis: ARD.de

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