Olufemi schlägt den Raab

Olufemi schlägt den RaabBis zum 31. Mai 2008 blieb Stefan Raab nun schon seit mehreren Shows ungeschlagen, wodurch der Jackpot auf unglaubliche 2,5 Millionen Euro angestiegen ist. Die Zuschauer vor den Fernsehern hatten die Qual der Wahl und mussten über ein Telefon-Voting einen der fünf nominierten Kandidaten auswählen, der gegen Stefan Raab antritt und somit eine Chance auf 2,5 Millionen Euro bekommt.

Olufemi Smith (29), Marketing- und Sales-Manager, erhielt die meisten Anrufe der Zuschauer und stand nun sichtlich unter Anspannung. Die ersten 5 Spiele „Die Theke“, „Wo läuft was?“, „Drehscheibe“, „Würfeln“ und „Jetski“ sicherte sich Raab. Besonders beim Jetskifahren und beim Laufen auf der Drehscheibe schien „Femi“ völlig zu versagen. Doch dann gewann er mit der Steinschleuder im sechsten Spiel seine ersten 6 Punkte. Da die vergebenen Punkte von Spiel zu Spiel anstiegen, gab es noch Hoffnung für den 29-jährigen. Doch schon im nächsten Spiel ruderte ihm Raab davon, welcher ein sechstes Spiel von bisher sieben Spielen gewann.

Bereits in vorigen Schlag-den-Raab-Sendungen legte Stefan Raab beim Badminton keine gute Figur hin. Das war für die Prosieben-Redaktion Grund genug das Spiel mit ins Programm zu nehmen. Keine große Überraschung also, dass dieses Duell mit großem Punktevorsprung an Olufemi ging. Mit den beiden folgenden Spielen „Der Schacht“ und „Wer weiß mehr?“ schien sich eine Siegesserie aufzubauen. Das spürte auch Stefan und seine Emotionen waren so groß, dass er bei einer Falschantwort das Computer-Panel zerschlug. Das Ergebnis: Ein zertrümmertes Display und eine blutige Hand. Ein Sanitäter war glücklicherweise nicht nötig.

Nun wurde es spannend: Zwei Spiele lagen noch vor den beiden Kontrahenten und „Femi“ brauchte nur eines von beiden zu gewinnen, um die 5 Koffer mit jeweils 500.000 Euro mit nach Hause nehmen zu können. Das überraschte auch Stefan, der bisher die meisten Spiele gewonnen hatte. Mit viel Geschick und einer zittrigen Hand konnte Raab seine Gesamtpunktzahl durch seine „Affenkette“ auf 50 Punkte erhöhen. Mit diesem Kopf-an-Kopf-Rennen ging es nun zum letzten und entscheidenden Spiel: Elfmeterschießen. Bevor auch nur ein Tor gefallen war, schien der Sieger schon festzustehen, da Olufemi erfolgreich in der Regionalliga spielt. Eine Überraschung gab es nicht – der 29-jährige Marketing-Manager besiegte Stefan Raab in seinem eigenen Spiel und gewann 2,5 Millionen Euro.

Die nächste Sendung von „Schlag den Raab“ wird am 13. September wie gewohnt auf Prosieben ausgestrahlt und es geht wieder um eine halbe Millionen Euro.

Foto: Brainpool TV
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Roter Teppich für Computerspiele

Roter Teppich für ComputerspieleDer von Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) geplanten Vergabe eines „Deutschen Computerspielpreises“ für „kulturell wertvolle Computerspiele“ in verschiedenen Kategorien stimmte der Deutsche Kulturrat zu. Spiele mit künstlerischem Anspruch, die gleichzeitig als kulturell und pädagogisch wertvoll gelten, solle somit ein „Roter Teppich“ ausgelegt werden, so der Spitzenverband der Bundeskulturverbände.

Gelten Computerspiele erst als künstlerischer Bereich, wäre es möglich Auszeichnungen zu vergeben und den Spielen hinreichende Förderprogramme aufzulegen. Geschäftsführer Olaf Zimmermann verspricht sich von dem Vorhaben mehr kulturelle Vielfalt in der Computerspielszene. Nach aktuellen Informationen sollen bei der jährlichen Preisvergabe insgesamt bis zu 300.000 Euro vergeben werden.

Die „Computerspiele zum Kulturgut zu erheben“, konnte der Deutsche Musikrat anfänglich nicht gutheißen, denn es sei nur „eine neue Erscheinungsform kultureller Selbstäußerung per ordre de mufti zum Kulturgut zu erklären“, meinte Christian Höppner, Generalsekretär des Musikrates. Die Aufmerksamkeit neben den 6 Prozent Computerspielen mit gewaltverherrlichenden Inhalten zukünftig auf pädagogisch wertvolle Videospiele zu lenken, sei positiv zu werten, jedoch zu früh, glaubt Höppner. Er hält es nicht für angemessen diese Spiele durch Steuermittel zu finanzieren, während „noch immer vielen Kindern und Jugendlichen der Zugang zu einer qualitätsgesicherten und kontinuierlichen musikalischen Bildung verwehrt wird.“

Foto: Jörn Peper
Quellenhinweis: Heise.de

Nach dem Rauchen folgt das Spiel

Nach dem Rauchen folgt das SpielDie Ergebnisse einer Studie der University of Michigan haben ergeben, dass Spiele durchaus ein Gefährdungsfaktor für Gewalttaten darstellen. Diese Analyse bezieht sich auf Schlussfolgerungen von Untersuchungen und Experimenten der letzten 50 Jahre, welche den Einfluss von Filmen, dem Fernsehen und den Computer- und Videospielen erforschten. Laut den Aussagen eines Professors ist die virtuelle Gewalt ein Risikofaktor, denn 60 Prozent aller Fernsehsendungen enthalten Gewalt, 40 Prozent davon sind besonders schwere Fälle. Dies würde das Verhalten von Erwachsenen und Kinder stark beeinflussen und die Aggressivität eines Menschen fördern. Immerhin besagen die Ergebnisse, dass bereits in 83 Prozent der US-Haushalte Videospiele vorzufinden sind.

Einige Wissenschaftler glauben, dass einzig und alleine das Rauchen und die damit verbunden Folgen eine größere öffentliche Gefährdung darstellen würde als die Auswirkungen der Computerspiele. Erwähnenswert wäre, dass die Mehrzahl der Studien keine Beweise für die Gewaltförderung von Videospielen ergründen konnte. Erst im vorigen Jahr veröffentlichte die Freie Universität in Berlin eine Doktorarbeit, in der keine Nachweise derartiger Gefährdungen enthalten sind. Besonders Kritiker betonen, dass die Beliebtheit und die Nähe zur Realität der Videospiele immer mehr und mehr zunehmen und dennoch ein starker Rückgang von gewaltsamer Kriminalität in den USA zu verzeichnen ist.

Foto: Markus Hein
Quellenhinweis: 4Players.net

Propaganda hautnah

KillerspieleDas Verbot der sogenannten „Killerspiele“ ist längere Zeit nicht mehr das Thema der Bundesregierung. Seit dem Amoklauf in Emsdetten, der vor einem Jahr stattfand, haben sich zahlreiche Berichte, Studien und Aussagen von bedeutenden Politikern und „Fachleuten“ angesammelt. Leider muss man immer wieder feststellen, dass die Medien den Tenor ganz klar für ein Verbot der „Killerspiele“ richten. Dabei verpflichtet sich der ARD zu einer wahrheitsgetreuen und sachlichen Berichterstattung.

Matthias Dittmayer, unter dem Pseudonym „dImAMadi“, hat nun von seinem Recht der Kritik und Darstellung der Gegenposition Gebrauch gemacht und einige Szenen und Berichterstattungen der Sendungen hartaberfair, Frontal21, Kontraste und Panorama in seinem Video auf Youtube.com aufgegriffen. In den vermeintlich sachlichen Berichten verstecken sich sehr viele Elemente, die allein der Fiktion entsprechen oder nie bewiesen wurden. Das Rollenspiel „World of Warcraft“ wird hierbei als Strategiespiel beschrieben, in welchem man als General, Unteroffizier, Arzt oder Sanitäter in kriegerischen Konflikten strategischen Erfolg erringen möchte. Die Wirklichkeit sieht anders aus. World of Warcraft hat keinen Realitätsbezug, da das Geschehen in einer fiktiven Fantasiewelt spielt. Weiterhin werden Behauptungen aufgestellt, Grand Theft Auto wäre ein Ego-Shooter oder es sei sogar möglich Frauen zu vergewaltigen, sind frei erfunden. Hinzu kam ein Ausschnitt aus dem Spiel „Call of Duty“, welcher den Mord gegen einen feindlichen Spieler zeigt. Der vermeintliche Spieler schießt trotz der Tatsache, dass sein Gegner tot ist noch einige Male auf die Leiche. Eingespielt wird eine Szene eines jungen Computerspielers, welcher lächelt. Dieser äußert in einem Diskussionsforum, dass das Lächeln einer Aussage im Teamspeak galt. Ein Intendant gab in einer Stellungnahme des NRD zu, dass diese „Freude“ des vermeintlichen Spielers eingespielt wurde.

Diese und viele andere Unstimmigkeiten werden in dem Video auf Youtube.com von Matthias Dittmayer kritisch aufgezeigt und fachlich geklärt. Es wäre jedoch wünschenswert, wenn auch gerade die Politiker, Moderatoren und selbsternannten Experten, welche nur über ein Scheinwissen verfügen, sich dieses Video anschauen würden.

Foto: Davis Schrapel
Quellenhinweis: GameStar.de