Passwörter mit Schweigerechten

Passwörter mit SchweigerechtenEine Entscheidung des Verwaltungsrichters im US-Staat Vermont lautete: Der Angeklagte muss das Passwort für seine Festplatte mit den verschlüsselten Daten nicht offenlegen. Der Kanadier Sebastien Boucher lebt in den USA und wurde zwischen Kanada und Vermont von der Grenzpolizei festgenommen. Grund dafür war ein Laptop auf dem Rücksitz, auf dem zahlreiche pornografische Videos, unter anderem auch Kinderpornografie, gefunden wurden. Boucher gab bei der Polizei an, er würde die pornografischen Inhalte bei Newsgroups heruntergeladen haben und würde Kinderpornos immer direkt löschen. Die Grenzpolizisten nahmen Sebastien B. mit auf das Revier und beschlagnahmten den Laptop.

Bei dem Versuch eines Forensikers die verdächtigen Daten abzusichern, scheiterte dieser kläglich, denn die entsprechende Partition ist mit PGP verschlüsselt worden. Nachdem die Staatsanwaltschaft den Angeklagten dazu aufforderte sein Kennwort preiszugeben, erhob die Verteidigung Einspruch – nun entschied das Gericht.

Während sich die Staatsanwaltschaft auf die Pflicht beruft, beispielsweise Safe-Schlüssel abzugeben und demnach auch Kennwörter, lehnte Verwaltungsrichter Jerome J. Niedermeier den Antrag ab, denn das PGP-Kennwort gehöre zum geistigen Eigentum des Angeklagten und das Aussageverweigerungsrecht würde hier zur Geltung kommen. So musste der Verdächtige seine Kennwörter nicht vor Gericht darlegen.

Bislang ist noch unklar, ob die Staatsanwaltschaft die Entscheidung des Verwaltungsrichters in Frage stellen wird. Sollte es hierzu kommen, so hätte dies tiefgreifende Folgen und im US-Recht würde ein wichtiger Präzedenzfall geschaffen werden.

Foto: Schemmi
Quellenhinweis: Heise.de

Nach dem Rauchen folgt das Spiel

Nach dem Rauchen folgt das SpielDie Ergebnisse einer Studie der University of Michigan haben ergeben, dass Spiele durchaus ein Gefährdungsfaktor für Gewalttaten darstellen. Diese Analyse bezieht sich auf Schlussfolgerungen von Untersuchungen und Experimenten der letzten 50 Jahre, welche den Einfluss von Filmen, dem Fernsehen und den Computer- und Videospielen erforschten. Laut den Aussagen eines Professors ist die virtuelle Gewalt ein Risikofaktor, denn 60 Prozent aller Fernsehsendungen enthalten Gewalt, 40 Prozent davon sind besonders schwere Fälle. Dies würde das Verhalten von Erwachsenen und Kinder stark beeinflussen und die Aggressivität eines Menschen fördern. Immerhin besagen die Ergebnisse, dass bereits in 83 Prozent der US-Haushalte Videospiele vorzufinden sind.

Einige Wissenschaftler glauben, dass einzig und alleine das Rauchen und die damit verbunden Folgen eine größere öffentliche Gefährdung darstellen würde als die Auswirkungen der Computerspiele. Erwähnenswert wäre, dass die Mehrzahl der Studien keine Beweise für die Gewaltförderung von Videospielen ergründen konnte. Erst im vorigen Jahr veröffentlichte die Freie Universität in Berlin eine Doktorarbeit, in der keine Nachweise derartiger Gefährdungen enthalten sind. Besonders Kritiker betonen, dass die Beliebtheit und die Nähe zur Realität der Videospiele immer mehr und mehr zunehmen und dennoch ein starker Rückgang von gewaltsamer Kriminalität in den USA zu verzeichnen ist.

Foto: Markus Hein
Quellenhinweis: 4Players.net

Als „Teuro“ entlarvt

alles wird teurerDas Gefühl, dass alles teurer zu werden scheint, hat sich nun bestätigt. „Das ist die höchste Teuerungsrate seit Februar 1994“, stellte man auf der Basis von Ergebnissen in sechs Bundesländern fest. Besonders die Preiserhöhungssprünge für Benzin, Heizöl und Lebensmittel sind stark angestiegen. Im November vergangen Jahres lagen die Verbraucherpreise noch 3 Prozent niedriger als aktuell. Allein im September und im Oktober sind die Lebenserhaltungskosten um 2,4 Prozent erhöht worden. Auch der Monatsvergleich mit einer Preiserhöhung von 0,4 Prozent sprengte alle Erwartungen.

Anhand der Resultate aus den ersten sechs Bundesländern ist eine Preisbelastung der Verbraucher von 25,9 Prozent für Heizöl im Vergleich zum November 2006 hinzugekommen. Auch die Benzin- und Dieselpreise erklimmen die Preisspitzen mit einer Verteuerung von einem Fünftel mehr als im Vorjahr. Selbst bei essenziellen Nahrungsmitteln wurden die Preise um bis zu sieben Prozent angezogen – das belastet die deutschen Haushaltskassen.

Experten sehen die Gründe für die hohen Preissprünge bei Benzin, Diesel und Heizöl im unaufhörlichen Wachstum des Ölpreises, welcher bereits an die 100 Dollar je Barrel grenzt. Eine Entlastung erfolgte bei kostengünstigeren Reisen, so sanken die Preise für Pauschalreisen um 6,4 Prozent und die Kosten einer Ferienwohnung nahmen um 7,3 Prozent ab. Diese sollte sich jedoch im Vergleich zu den angeheizten Preisen für lebensnotwendige Nahrungsmittel wie Milch oder Butter auf den globalen Märkten kaum bemerkbar machen.

Foto: S. Hofschlaeger
Quellenhinweis: ARD.de

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  • Rechnen wie in Texas…

    Mathetik in TexasDie letzte Analyse der Stiftung Warentest sorgte vor kurzem für Aufsehen. Die Untersuchung ergab, dass zahlreiche deutsche Schulbücher sehr fehlerhaft geschrieben wurden. In einigen Exemplaren wurden sogar mehrere Fehler pro Seite gefunden.

    Im Vergleich zum US-Bundesstaat Texas ist dieses Ergebnis noch für „gut“ einzuschätzen, denn dort ergab die Untersuchung, dass die Mathematik-Bücher für die Grundschule allein 109.263 Fehler enthalten, so die „Dallas Morning News“. Beispielsweise waren Rechenfehler in einem Grundschulbuch für Mathematik wie 4+7=10 enthalten. Der Verlag „Houghton Mifflin“ verbuchte insgesamt 86.026 Fehler in den von Ihnen herausgegebenen Büchern. Dort wurden mehrfach die Lösungen der Rechenaufgaben direkt neben die Aufgabe geschrieben, was als fehlerhaft gilt. Hinzu kamen unzählige Druck- und Rechtschreibfehler.

    Diese Ungenauigkeiten werden den entsprechenden Verlagen viel Geld kosten, denn diese wurden verpflichtet die Fehler zu korrigieren. Für jeden Fehler, der bis einschließlich zum Frühjahr 2008 nicht bearbeitet wurde, wird ein Bußgeld von bis zu 5000 US-Dollar – umgerechnet ca. 3400 Euro – verhängt. Geht man von den aktuellen Fehlerzahlen des Verlags „Houghton Mifflin“ aus, so müsste dieser Verlag allein 430.130.000 US-Dollar bzw. ca. 293.400.000 Euro Strafe zahlen.

    Foto: Daniel Kummetz/Pixelio.de
    Quellenhinweis: ARD.de

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  • Euro an der Preisspitze

    EuroSo teuer war der Euro noch nie. Erstmalig seit der Euroeinführung im Jahr 2002 erklomm der der Euro am Dienstagnachmittag, den 20.11.2007, den Wechselkurs von 1,48 US-Dollar. Laut der Aussagen von Konjunkturexperten liegt dieses Phänomen in einer befürchteten Rezession in den Vereinigten Staaten von Amerika begründet. Ebenso drückt die zunehmende Inflationsangst in Europa den Kurs des Dollars. Volkswirt Thomas Amend von HSBC Trinkaus & Burkardt halten diese Angst zurzeit für den dominierenden Antrieb an den globalen Märkten, sowie für den Auslöser der Dollarschwäche.

    Ein weiterer belastender Faktor für den Euro-Dollar-Wechselkurs ist die Geldpolitik der amerikanischen Notenbank. Die Zinssenkung der Fed dürfte sich weiterhin fortsetzen, wovon die Börse und die Mehrheit der Analysten überzeugt sind. Es wird bereits vermutet, dass die amerikanische Notenbank den Leitzins noch vor ihrem Treffen im Dezember durchführen wird.

    Spekulationen zu Folge könnte die Fed sogar noch heute Abend, während die Behörde das Protokoll der Zusammenkunft vom 31. Oktober 2007 an die Öffentlichkeit weitergeben wird, den Leitzins senken. Dieses Protokoll soll dann weitere Zinsschritte der US-Notenbank aufzeigen.

    Quellenhinweis: Börse.ARD.de

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